TSG-Spiel schon verlegt, Isselhorst für „Weiterspielen“



Mit knapper Mehrheit haben sich die Handball-Oberligisten gegen eine mehrwöchige Unterbrechung der Saison ausgesprochen. 

Ausgebremst: Wegen Coronafällen im Team hat die TSG Harsewinkel um Kapitän Sven Bröskamp (Mitte) um Verlegung der Partie am Sonntag in Rödinghausen gebeten, und der CVJM hat zugestimmt. Foto: Nieländer

Kreis Gütersloh (zog) - Laut Verbandsentscheid nach Abstimmung der Vereine wird der Spielbetrieb in der Handball-Oberliga fortgesetzt. Doch die TSG Harsewinkel tritt am Sonntag nicht wie vorgesehen bei Spitzenreiter CVJM Rödinghausen an. Aufgrund von drei Coronafällen in der Mannschaft und drei weiteren Spielern, die über das Training hinaus in Kontakt mit ihren Mannschaftskollegen standen, hatte die TSG am Mittwochabend um Verlegung gebeten. „Und der CVJM hat schnell zugestimmt“, dankt Karlheinz Kalze, Sportlicher Leiter der TSG Harsewinkel, dem Gegner für sein Entgegenkommen. 

Denn im Gegensatz zur Regelung auf Kreisebene, wo der Verlegungswunsch einer Mannschaft ausreicht, müssen auf westfälischer Ebene entweder sechs Spieler einer Mannschaft positiv getestet sein, oder der Gegner muss mit der Verlegung einverstanden sein. 

TSG sieht gesundheitliche Risiken

„Wir hatten für eine Unterbrechung der Spielzeit bis zum 31. Januar gestimmt“, hatte Kalze aber schon bei der vorangegangenen Videokonferenz wenig Zustimmung gespürt. „Insgesamt war das Abstimmungsergebnis mit 109:105 sehr knapp. Sportlich ist es immer schade, wenn nicht gespielt werden kann. Aber generell sehen wir ein gesundheitliches Risiko vor allem, wenn Lehrer, Polizisten oder Spieler aus Gesundheitsberufen im Kader stehen“, sagt Kalze. 

Ein Nachholtermin für das Rödinghausen-Spiel steht noch nicht fest. Am Wochenende drauf hat die TSG spielfrei. Dann folgen am 29. Januar das Auswärtsspiel beim TuS Brake und am Freitag, 4. Februar, das Derby gegen den TV Isselhorst. Der TV Isselhorst, der an diesem Wochenende spielfrei ist, hat für Weiterspielen gestimmt.

TVI befürchtet Terminnot bei einer Unterbrechung

„Bei uns sind alle gesund, geimpft und geboostert“, sagt Trainer Michael Jankowski nach der ersten Trainingseinheit am Mittwoch. „Jetzt zu pausieren, bringt nichts. Dann müsste man auch weiter im Februar und vermutlich auch März aussetzen. Wann sollen wir dann spielen, etwa im Hochsommer?“, erinnert Jankowski auch daran, dass viele Vereine traditionell über Himmelfahrt den Saisonausklang auf „Malle“ gebucht haben. „Wir haben noch vier Spiele in der Vor- und dann zehn in der Abstiegsrunde. Das sind 14 Wochen. Wenn wir da jetzt nicht anfangen, wird es nach hinten raus zu spät“, sagt Jankowski.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.