2:0 im Test: Die dunkle Seite der Macht war mit Ahlen



In der Vorbereitung muss man auch mit kleinen Schritten vorwärts zufrieden sein. Der Test gegen Hamm war so einer.

Steil gehen: Hüseyin Bulut (l.) beharkte gegen Hamm die offensive Flanke. Sah gut aus, aber es fehlte RW Ahlen die Durchschlagskraft, die erst nach der Pause offenbar wurde.

 Ahlen (uwe) -  Der Erfolg kam aus der Dunkelheit ans Licht. Erst mit der zweiten Elf, die die gesamte erste Hälfte über den hinteren nachtschwarzen Kunstrasen traben musste, holte RW Ahlen seinen 2:0-Sieg über die Hammer SpVgg „Ich bin immer geil auf Sieg“, war Trainer Andreas Golombek durchaus zufrieden. „Zu Null, und lieber gewinnen als schön spielen“. 

Diese Bedingungen hatten seine Jungs am Mittwoch Abend ordentlich erfüllt – nicht mehr, nicht weniger. Wobei die ersten elf Akteure gegen den Westfalenligisten von Trainer Ferhat Cerci vor allem schön und schnell spielten, ohne indes allzu effektiv zu sein. Aber immerhin ... 

Gut aussehen, aber wenig effektiv

Mit Klann als „Sechser“ zwischen zwei Viererreihen (4-1-4-1) und den offensiven Holldack, Sezer, Bulut Twardzik sowie Özkara in der Spitze sprang bei zwei, drei ordentlichen Chancen von Twardzik, Sezer oder Holldack nicht mehr als ein 0:0 heraus. Aber schon diese „Null“ gefiel Golombek durchaus, der in erster Linie nach Sicherheit verlangte, allerdings froh war, dass seine anschließende Elf von der dunklen Seite der Macht dann doch noch den Sieg festhielt. Auch im Test macht das immer noch einen besseren Eindruck.

Tuma zeigt eine starke Leistung

 Kaum auf dem Platz legte Marzullo nach Vorarbeit von Tuma das 1:0 vor. Überhaupt: Tuma, der nun seinen Vertrag in Ahlen auch für die zweite Halbserie gezeichnet hat, machte über die rechte Offensive den Unterschied zu Durchgang eins. Neben den angreifenden Bajrush, Dej und Marzullo/ Skoda und hinter der Spitze Skrijelj war Tuma höchst aggressiv, laufstark und erhöhte nach Flanke vom linksverteidigenden Pihl über Marzullo auf ein 2:0.

 Eine Führung, ein Sieg, die gestern durchaus auch auf wackeligen Beinen stand. Die Gäste aus Hamm hatten nicht nur im ersten Durchgang ihre guten Möglichkeiten – Mieszczak war im Konter an Torwart Kovac gescheitert – sondern blieben auch nach der Pause gefährlich. Saraman traf nur den Pfosten, und Ahlens zweiter Schlussmann Yusuf Temin parierte gegen Loheider. 

Eigeninitiative, Geduld und Solidität

„Die Null war schon in Ordnung, aber wenn Hamm getroffen hätte, wäre meine Laune jetzt deutlich schlechter“, gab Golombek frohgemut zu, der jetzt noch eineinhalb Wochen hat, um Ahlen Eigeninitiative, Geduld und solides Arbeiten in der Defensive nahebringen will. Samstag kommt noch einmal der Nord-Regionalligist BSV Rehden zum Härtetest, danach wird es gegen Wiedenbrück schon wieder ernst

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.