ASG kassiert ihre zweite Niederlage



Ahlen (uwe). Für die goldene Mitte ist sie noch nicht zu haben, die Jugend von heute. Entweder lässt sie es richtig krachen oder hängt in den Seilen. „Wir müssen  eine konstante Linie finden“, fordert Spielertrainer Sascha Bertow deshalb nach der zweiten Saisonniederlage

Aufgedreht: Spielertrainer Sascha Bertow, zuletzt torlos, räumte in Varel diesmal mit einem halben Dutzend Tore ab. 

 Die 32:36 (15:16)-Schlappe am Samstagabend bei der HSG Varel-Friesland war erneut so ein Zwischending: Bis zur Pause hielt der Außenseiter aus Ahlen die Partie ausgeglichen, über 11:11, 13:13 und 15:15 wogt das Duell, ehe Linksaußen Linda mit dem Pausenpfiff das 16:15 erzielt. Kein Wunder, dass Spielertrainer Bertow trauert: „Da war mehr drin“, denn ab jetzt war es urplötzlich vorbei mit der rotweißen Herrlichkeit. Bis zum Ende summierte sich die Fehlwürfe der ASG auf 28 Stück. Und ein Dutzend davon bestraften die routinierten Vareler gnadenlos mit Kontertoren. Beim 21:16 für den Gastgeber in der Altjührdener Halle gelang erst nach 37 Minuten das erste Tor für die Ahlener. „So kann man nicht gewinnen“, zieht Bertow ein Fazit.

Der unvermutet schnelle Rückstand, die Unkonzentriertheit im Angriff, in dem Paul bei seinem ersten Spiel im Rückraum noch den Anschluss sucht, waren das eine Problem. Das andere war die Hektik, die das sichtlich nervöse und überforderte Schiedsrichtergespann Otto und Cordes hinein brachte. Die immer noch unerfahrenen Ahlener ließen sich anstecken, kamen gerade einmal noch durch drei Treffer von Bertow in Serie auf 23:25 (48.) heran. Aber dann war es endgültig vorbei, und das, obwohl Torwart Hendrik Peters eine grandiose Leistung zeigte und die ASG noch einigermaßen im Spiel hielt.

Auch die letzte Umstellung auf eine 4-2-Deckung (über 5+1 und 6-0), um vielleicht zum Ende etwas mehr Druck zu erzeugen, wog die Probleme des Angriffs nicht mehr auf. HSG-Werfer Liebergs ließ sich nicht beeindrucken und zog mit drei Toren in den letzten vier Minuten den Schlussstrich unter eine erneute Lektion für die Ahlener SG. „Wir haben halt immer noch diese Phasen“, weiß Bertow und wäre schon glücklich, wenn seine Kleinen irgendwann den graden Mittelweg fänden.

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