ASG: Wiederholungen können Spaß machen



Ahlen (gl).  Sascha Bertow hatte als Spielertrainer der Ahlener SG gegen Wilhelmshaven so viel Stress auf dem Spielfeld, dass er erst auf der anschließenden Video-Sitzung erkannte: „Wir haben zeitweise auf hohem Level gespielt, schnell und mit hoher Passgeschwindigkeit.“

Und abgezogen: Thorsten Szymanski (r.) setzt sich halbhoch in Szene und lässt das Sportgerät fliegen. 

Da staunt man mal, dass Wiederholungen am Fernseher auch Freude machen können. Vielleicht kann er das von der Bank aus am Samstag (19.30 Uhr, Manfred-Schmidt-Sporthalle) bei der HSG Varel-Friesland dieses Mal viel besser würdigen, denn zum zweiten Saisonspiel stößt auch wieder Sebastian Paul zum ASG-Rückraum, erlaubt seinem Trainer mehr Auszeiten und damit auch die Ruhe zum coachen.

Die er brauchen wird, denn die Gastgeber gehören – trotz erst einem Sieg – zu den stärksten Vertretungen der dritten Liga. Da reicht ein „zweitweises hohes Level“ nicht aus. Und das ist noch das ASG-Problem. „Wir spielen sehr abwechslungsreich“, schmunzelt Bertow, dass Genie und Wahnsinn zu eng beieinander liegen – die Schwächephasen gehören dazu, ein gefundenes Fressen für erfahrene Gegner. „Dennoch, wir haben auch in Varel unsere Chancen“, hat Bertow viel an den technisch-taktischen Fehlern gearbeitet und Samstag auch das komplette Team zusammen.

 Dennis Richter hat als Polizeibeamter zwar mehr für Ruhe und Ordnung im Dienst statt beim Training gesorgt, und Lars Köhler feierte verständlicherweise die Ankunft seiner Tochter Mathilda, aber beide sind in Varel hoch motiviert dabei. Neu-Papa Köhler gab gestern auch noch einen auf sein Töchterchen aus. Die Stimmung ist also hervorragend. Wenn jetzt noch die Linkshänder Doller und Wischniewski den Druck verstärken und Kirsch sowie Ellebracht halblinks weiter so gut treffen, dann kann das Video-Gucken am Sonntag wieder so richtig Spaß machen.

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