Auf dem Tivoli bleibt RW Ahlens Spitze stumpf



Ausgerechnet gegen die bisher sieglosen Aachener kassiert RW Ahlen seine zweite Niederlage. Das aber hoch verdient.

Hakan Sezer spielte neben Özkara Sturmspitze. Es hatte sich nicht ausgezahlt, Ahlens Angriff blieb harmlos.

 Aachen (uwe) - Da hat aber einer seine Hausaufgaben gemacht. Mit der ganzen Wut über den sieglosen Saisonstart stopfte die Alemannia Aachen am Freitag Abend aggressiv sämtliche undichten Stellen gegen Ahlens bislang so starken Angriff und fertigte die zu harm - und ideenlosen Gäste verdient mit einem 1:0 ab.

Der niedrigste Sieg, der sich denken lässt, zugegeben. Aachen hätte sich gut und gern noch einen Ausgleich fangen können. Aber Glück basiert nun mal auf Wahrscheinlichkeiten, und dabei kam die Zimmermann-Elf nicht für einen Ausgleich in Frage.

Die Alemannia reagiert mit Zweikampfstärke

7 700 Zuschauer sahen auf dem Tivoli in der ersten Hälfte gerade einen halbgaren Versuch von Sezer, den TSV-Torwart Bangsow lässig kassierte (41.), der Rest des Auftritts gehörte Aachen, das mit Zweikampfstärke und Galligkeit auf jeden zweiten Ball den Rotweißen die Spitze abbrach. So war das Tor überfällig, das Jannik Mause nach Vorarbeit von Schmitt und Imbongo frei ins Netz bugsierte (21.).

Die taktische Vorarbeit von Alemannen-Trainer Fuat Kilic war aufgegangen, Ahlens Offensive einzuschnüren und vorne früh ins Pressing zu gehen. Kollege Zimmermann hatte erstmals mit Sezer und Özkara in der Spitze gespielt, Reithmeir machte trotz schützender Maske seine Sache gut, Kaiser hingegen schien sich im rechten Mittelfeld – gegenüber vom offensiv ambitionierten Holldack – nicht so recht wohlzufühlen.

Ahlen nach der Pause etwas besser

 Für ihn kam nach der Pause Skoda, und es lag sicher nicht nur daran, dass RW Ahlen wenigstens im Ansatz aufbegehrte. Immerhin hatten Özkara und Dej mit einem Pfostenschuss (49./ 70.) die besten, aber auch einzigen Möglichkeiten für die Rotweißen, die selbst dann nicht zulegten, als die Alemannia verzweifelt und glücklos versuchte, mit dem 2:0 die Entscheidung zu erzwingen.

Brüseke hält RW im Spiel

Aber da war ja noch Torwart Robin Brüseke, der gleich zweimal gegen Imbongo pariert (60./65.) und am Ende auch noch Bajrics Ball halten kann. Da kann man seinen Fehler gegen Korzuschek, als er eine Itter-Rückgabe unterschätzt, verzeihen. Aachens Stürmer köpft den Ball, den Brüseke passieren lässt, an seinem 24. Geburtstag nur ans Aluminium und bläst jedenfalls Ahlens Kerze auf dem Liga-Kuchen nicht aus.

RW Ahlen zu furchtsam

 Dafür hat das sein Team umso souveräner geschafft, denn auch in der Schlussphase, in der ein Glückstreffer noch alles hätte zum Guten wenden können, blieb Ahlen seltsam blass und fast furchtsam. Vielleicht auch kopfscheu, da erstmals ein Gegner das Rezept fand, die rotweiße Offensive im Keim zu ersticken.

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