Aufholjagd von Rot-Weiß Ahlen bleibt ertraglos



0:4 zur Halbzeit - das sah ganz böse aus für RW Ahlen. Doch dann schlug der Regionalligist zurück, die Aufholjagd wurde beim 3:5 aber nicht belohnt.

Der Einsatz stimmte: RW Ahlen mit Mike Pihl warf sich beim 3:5 auf Schalke in jeden Zweikampf. Foto: Wegener

Gelsenkirchen (hoh) - So böse der Verlauf im ersten Durchgang war, so sehr stimmte die Reaktion in der zweiten Halbzeit. RW Ahlen hat sich bei Schalkes U 23 nach einem 0:4 noch einmal herangekämpft. Das war nach der 3:5-Niederlage allerdings nur ein schwacher Trost für die Gäste.

Beim Blick auf den Halbzeitstand musste man Böses vermuten, was die Ahlener Leistung auf Schalke betraf – doch der Schein trügte. „Wir sind eigentlich super in die Partie gekommen und hatten in den ersten zehn Minuten richtig gute Chancen, da muss das 1:0 für uns fallen“, sagte Ahlens Co-Trainer Orhan Özkara nach dem Abpfiff verbittert.

Denn nachdem Patrik Twardzik, der erst den Pfosten und kurz darauf noch das Außennetz getroffen hatte, zeigte Schalke den Gästen, wie Effektivität geht. In der 22. Minute nickte Sven Mende nach einer Ecke zum 1:0 ein, nur wenige Augenblicke später legte Marouane Balouk für die mit den Profis Timo Becker und Kerim Calhanoglu verstärkte U 23 des Zweitligisten nach.

Per Distanzschuss zum 4:0

Und als Rot-Weiß sich gerade wieder etwas berappelt hatte, wurde es kurz vor der Pause noch arger. Erst traf Diamant Berisha zum 3:0 (38.), kurz darauf zirkelte Björn Liebnau einen Distanzschuss in Ahlens Maschen. 4:0 zur Halbzeit – das sah nun wirklich richtig böse aus. Doch Trainer Andreas Zimmermann wählte in der Pause nicht nur die richtigen Worte, sondern brachte mit Mai, Francis und Mamutovic drei frische Kräfte, die das rot-weiße Spiel beleben sollten.

Und RWA kam tatsächlich noch einmal zurück. In der 59. Minute verkürzte erst Jan Holldack, nur eine Zeigerumdrehung später traf Andreas Ivan zum 2:4. Spätestens jetzt bekam Ahlen nicht nur zweite Luft, sondern sogar Oberwasser. Und als erneut Ivan auf 3:4 stellte (82.), wussten die Schalker endgültig nicht mehr, wie ihnen geschah.

Jetzt will RWA mehr

Und klar, jetzt wollte Rot-Weiß mehr. Viel mehr. „Dann hatten wir sogar noch unsere Chancen zum 4:4“, sagte Co-Trainer Özkara. Doch mit jeder Minute, in der der Ausgleich nicht gelang, war RW Ahlen mehr dazu gezwungen, alles nach vorne zu werfen und defensiv Räume zu entblößen.

Das nutzte der S 04: Der eingewechselte Daniel Kankam Kyerewaa traf in Minute 88 nach einem Konter – und die schöne Aufholjagd war dahin.

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