„Getz aba“: Zehn Ahlener ertrotzen einen Punkt



Wer vorne nicht trifft, ... Man kennt es. Fortuna Köln konnte es nicht und kassierte hinten. Ein Remis mit Ansage.

Ex-Kölner gegen Kölner: Fortunas Batarilo-Cerdic legt Pascal Itter.

Ahlen (uwe) - Die Kölsche Lebensweisheit „Et hätt noch emmer joot jejange“ passt nicht immer. Erst recht nicht, wenn sture Zechen-Westfalen ein entschiedenes „Getz aba!“ dagegen setzen. Selbst schuld, dass die Fortuna Köln am Samstag nur mit einem Punkt Ahlen verließ.

Eine halbe Stunde wenigstens waren die Gäste haushoch überlegen, führten gar nach Marquets Foulelfmeter (Reithmeir legt spontan Batarilo-Cerdic/ 15.) mit 1:0 und lieferten eine Halb- und Dreiviertelchance nach der anderen hinterher. Alles da für einen souveränen Sieg. Nur eines nicht: Tore.

RW Ahlen packt seinen Trotz aus

Und das eben ging diesmal nicht gut. Weil Ahlen seinen Trotz auspackte, immer stärker wurde je länger das zweite Kölner Tor auf sich warten ließ. Schon vor der Pause deuteten zwei Kopfballchancen für Özkara und ein Itter-Distanzschuss an, was sich da über der Fortuna zusammenbraute.

„Uns fehlte der Infight, der uns sonst so stark gemacht hat“, hatte auch Trainer Andreas Zimmermann erkannt, sah aber auch, dass Köln immer mehr im Ahlener Treibsand steckenblieb und die Rotweißen damit immer stärker machte.

„Ein unfassbares Tor“

 „Getz aba“: Es kam, was kommen musste. „Ein unfassbares Tor“, lobte Kölns Trainer Markus von Ahlen eher widerstrebend den rund 25-Meterschuss von André Dej, der sich aus dem Halbfeld zum 1:1 in den Winkel senkte (58,). Längst waren die Hausherren jetzt so selbstbewusst geworden, dass der letzte Rückschlag auch nichts mehr machte: Für ein Allerweltsfoul sieht der Pechvogel des Spiels, Reithmeir, Gelbrot (59.), was die Fortuna am Ende rettet.

„Ohne das Rot hätten wir gewonnen“, sagt Zimmermann, der bald Marzullo und Holldack zu Stabilisation einwechselt. „Aufopferungsvoll und alles in die Waagschale geworfen“, machte der eine Punkt den Übungsleiter dann doch noch glücklich. Der neue Stürmer Gerrit Kaiser kam schließlich noch für Özkara (78.), aber für den lucky punch reichte es dann doch nicht mehr.

Zimmermann: „So kann‘s weitergehen“

Aber eben auch nicht für die Fortuna – Kegels letzter Versuch wird von Brüseke gefischt, der auch noch zweimal gegen Marquet geklärt hatte. „Kompliment“, sagt von Ahlen, der sich klar mehr ausrechnen musste. „Das hat Ahlen leidenschaftlich verteidigt.“ Da lacht Kollege Zimmermann: „Zwei Spiele, vier Punkte. So kann’s weitergehen.“ Und man sieht mal wieder: Et kütt wie et kütt.

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