Mit 2:0 in Rhynern macht RW Ahlen Viertelfinale klar



Manchmal braucht man etwas Zeit. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die ein Spiel entscheiden. Und manchmal muss auch das Glück etwas helfen.

Gianluca Marzullo (r.) machte mit dem 2:0 in Rhynern alles klar.

Rhynern (uwe) - Fußball ist ein Mannschaftssport. Nur ab und an ragen eben doch Einzelspieler heraus, die ein Duell markant beeinflussen. Beim am Ende verdienten 2:0 RW Ahlens in der 3. Runde des Westfalenpokals in Rhynern waren es am Mittwoch Abend gleich drei.

Hakan Sezer: Der Offensive des Gastgebers muss damit leben, dass er seinen Rhynernern wenig genutzt hat. In der ersten Hälfte, als die Ahlener noch lange nicht warmgespielt waren, traf Sezer zuerst den Pfosten und kam mit einem Strafstoß, den Dal verursacht hatte, auch nicht an Velchikov vorbei (10.). Der Frust muss nach der Pause so groß gewesen sein, dass er wegen Meckerns auch noch Gelbrot sah (59.), danach ging sein Team in Unterzahlspiel gegen Ahlen gnadenlos unter. „Das hat uns in die Hände gespielt“, freute sich Trainer Andreas Zimmermann, der zuerst etwas bangen musste. „Rhynern war der erwartet schwere Gegner und hat da weitergemacht, wo es beim 6:0 über Vreden aufgehört hatte.“

Martin Velchikov: Der lange verletzte Torwart RW Ahlens zeichnete sich in der ersten Hälfte gleich mehrfach aus. Höhepunkt: Seine Rettungstat im Foulelfmeter gegen Sezer. Aber wie bei der Parade beim 1:1 gegen Preußen Münster landete der Schlussmann wieder auf der Seite, die alte Verletzung brach auf, aber Ersatzmann Daniel Szczepankiewicz wickelte den Rest gegen immer schwächer werdende Gastgeber routiniert zu Ende ab.

Sebastian Mai: In den ersten Minuten fehlte Jan Holldack sichtlich sein kongenialer Offensiv-Partner Andreas Ivan (krank). Aber Mai wurde auf der Außenbahn stärker und war am Ende an allen gefährlichen Aktionen, vor allem in Überzahl, beteiligt. Zuerst die Vorlage an den frisch eingewechselten Mamutovic, der für Groothusen kam und mit dem zweiten Ballkontakt zum 1:0 verwandelte (64.). Dann schickte Mai Stürmer Marzullo nach rechts, der mit dem 2:0 (81.) keine Fragen mehr offen ließ.

Damit hat RW Ahlen das Viertelfinale erreicht. Gegner wird der Oberligist SpVgg Vreden sein, der Greven mit 8:1 aus dem Wettbewerb geschossen hat.

Trainerzitat

„Und ich hab kurz vor der Einwechslung noch gesagt, David, zieh mach Innen und dann auf die lange Ecke. Und das hat zum 1:0 auch sofort geklappt. Unglaublich, ein herrlicher Treffer und unser Brustlöser. Ein Glück, denn Rhynern war sehr engagiert und zeigte hohe Laufbereitschaft. Wir haben dagegen zu Beginn einfach zu wenig die zweiten Bälle gewonnen. Klar hat die Gelbrote Karte geholfen, aber solche Kleinigkeiten gehören nun mal dazu.“ Andreas Zimmermann

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