Neubeckum stürzt den Favoriten aus Freckenhorst


Große Freude auf der einen Seite, deutliche Kritik auf der anderen. Der SV Neubeckum hat den TUS Freckenhorst mit 3:0 geschlagen.

Na also, geht doch! Davin Wöstmann (v. l.), Mehmet Ünver, Stefanos Dontsis und Torschütze Leon Schmidt bejubeln einen der drei Treffer gegen Favorit TUS Freckenhorst. Foto: Wegener

Neubeckum (jos) - Eine böse Bruchlandung hat der Tabellenzweite TUS Freckenhorst im Neubeckumer Harberg-Stadion erlebt: Der SV Neubeckum hat verdient mit 3:0 (1:0) gewonnen. „Wir kamen nie als Sieger infrage und haben uns bis auf die Knochen blamiert. Das war zu langsam, statisch, ungenau und ohne Zug nach vorne“, sprach TUS-Trainer Christian Franz-Pohlmann Klartext.

Freckenhorst hatte zwar genügend Chancen, war aber im Abschluss zu unpräzise. Dominik Schöppner verpasste die Führung im Eins-gegen-Eins mit SVN-Torwart Timo Seeger (22.), der auch im zweiten Durchgang mehrfach zur Stelle war. Zudem hatte Seeger dreimal Unterstützung des Aluminiums (16./70./75.). „Das Glück haben wir uns erarbeitet und verdient gewonnen. Wir haben eine geschlossene Leistung gezeigt“, so Neubeckums Trainer Ole Pfeiffer.

„Extreme Fehler“

Das sah auch Franz-Pohlmann so, der dem SVN die bessere Einstellung bescheinigte: „Neubeckum war uns in Siegeswillen, Leidenschaft und Zweikampfpräsenz voraus. Wenn ich den Wöstmann sehe: Der hatte mehr Einsatzwillen als unsere ganze Truppe zusammen.“ Der Stürmer behauptete sich tatsächlich stark gegen die TUS-Defensive und brachte den SVN mit seinem achten Saisontor in Führung (27.).

„Das waren extreme individuelle Fehler. Wir haben die Zweikämpfe nur verwaltet“, kritisierte der TUS-Trainer die Freiheit, welche Stefanos Dontsis und Leon Schmidt bei der Vorbereitung genossen. Nach der Pause erhöhte Neubeckum durch Schmidt früh auf 2:0, nachdem TUS-Torwart Wulff einen Eckball nicht klärte (50.).

Freckenhorst verpasste folglich mehrfach den Anschluss, in der Nachspielzeit machte Schmidt mit einem Kontertor alles klar (90.+2). „Ich bin richtig glücklich, dass wir unser Potenzial endlich auf den Platz bringen konnten“, freute sich Pfeiffer über das erste starke Neubeckumer Saisonspiel.

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