Oeldes Jugend liefert Ahlen einen großen Pokal-Kampf


Am Ende war dann doch keine Kraft mehr da. Der Favorit wackelte, aber fiel nicht, und dem Außenseiter bleiben Lob und Ehre. Immerhin.

Da staunt man: Ahlens Nils Eßmann versucht es mit einem Fallrückzieher, Oeldes Leon Grewer und Calvin Kramme (vorn) sind machtlos.

Oelde (dal) -  „Fußballerherz, was willst du mehr?“ Sebastian Schröer war begeistert. Der Trainer der A-Junioren der SpVgg Oelde war mit der Leistung seiner Mannschaft im Halbfinale des Kreispokals gegen die U 19 von RW Ahlen hochzufrieden.

Am Ende gewann der favorisierte Westfalenligist zwar verdient mit 3:1 Toren nach Verlängerung und zog in das Finale ein, zuvor hatte es der Bezirksligist aber geschafft, die Partie über weite Strecken offen zu halten und zunächst sogar in Führung zu gehen.

Einen Angriff über die rechte Seite schoss Leon Meyer bereits nach rund zehn Minuten zur Führung ein (9.). Sollte es gar zu einer kleinen Sensation kommen? Ahlen ließ sich nicht lumpen, agierte spielbestimmend und glich durch Niklas Rauh aus (18.). „Bei dem Tor haben wir uns zu naiv angestellt, das wäre vermeidbar gewesen“, ärgerte sich Sebastian Schröer. Ahlen versuchte in der Folge weiter, die tief stehende Oelder Defensive aus dem Konzept zu bringen. Das wollte aber nicht so ganz gelingen. „Wir haben es lange Zeit nicht geschafft, Lösungen gegen die kompakte Defensive zu finden“, resümierte RWA-Trainer Arndt Kempel, der dem Gegner ein Kompliment aussprach: „Oelde hat ein super Spiel gemacht und uns vor Probleme gestellt“.

SpVgg Oelde haut alles raus

Mit zunehmender Spieldauer „haute“ Oelde im wahrsten Sinne des Wortes alles raus. „Man hat gesehen, was durch Zusammenhalt und Emotionen alles möglich ist“, erklärte Schröer. Am Ende fehlte den von Krämpfen geplagten Oelder Kickern dann aber die Kraft. In der ersten Minute der Verlängerung (91.) gelang Nils Eßmann der Führungstreffer für Rot-Weiß.

Schröer ließ seine Mannschaft nun noch einmal offensiver agieren und stellte hinten auf eine Dreierkette um. Es sollte an diesem Abend aber nicht zur Sensation reichen. Ediz Kaan Kalay schloss einen Konter zum 3:1 ab (115.) und machte den Deckel drauf.

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