Pokalpflicht kommt RW Ahlen etwas ungelegen



Westfalenpokal ist schon eine lohnende Angelegenheit. Aber manchmal auch etwas lästig. RW Ahlen freut sich dennoch auf Rheine.

Ballblockade: Auch auf unterster Grasnabe ist Ahlens Innenverteidiger Jannik Borgmann (r.) ein unbequemer Gegner. Beim Oberligisten in Rheine wird es nicht viel leichter für die Rotweißen. 

 Ahlen  (uwe) - Och nee, wirklich? Die nächste Pflichtaufgabe ist etwas lästig wie der Besuch der Schwiegermutter übers Wochenende. Kann man machen, hätt’ man aber gern wann anders.

 „Wir hätten den tollen Punktgewinn gegen Fortuna Köln lieber noch ein bisschen genossen“, räumt Trainer Andreas Zimmermann ein, dass ihm gleich die nächste Schicht am Mittwoch (19 Uhr) in der OBI-Arena etwas – sagen wir mal – ungelegen kommt. Und dann auch noch ein Gegner, der wahrlich nicht zum Beine und Seele baumeln einladen wird.

Rheine kann sehr unangenehm werden

Oberligist SC Eintracht Rheine ruft zur ersten Runde im Westfalenpokal, und man weiß aus Erfahrung, dass das eine sehr anstrengende, unangenehme Aufgabe werden kann. „Letzten Sommer im Test haben wir da auch nur 1:1 gespielt“, erinnert sich der Trainer und will so was im Pokal nicht nochmal erleben. Elfmeterschießen braucht keiner. Darum hat er zum letzten SCE-Test in Nottuln (1:1) gleich mal seinen Analysten Leon Welter zum Spionieren geschickt.

Erst am Dienstagabend wird das Trainerteam darauf aufbauend einen Matchplan gegen die Elf von Übungsleiter Rainer Sobiech erstellen, die nun seit dem Wiederaufstieg 2013 in ihre zehnte Oberligasaison geht. Dass Rheine „einen guten Ball spielt“, wusste Zimmermann gestern schon, keine umwerfend neue Erkenntnis. Dass die Eintracht aber gerne Regionalligisten aus dem Wettbewerb schießt, sollte allen Warnung genug sein.

Torwart wird getauscht, Torwart auch?

 „Unsere Jungs sind alle heiß aufs Spiel“, sagt der Trainer, auch, wenn die Pokalpflicht etwas lästig ist. Erst recht die Akteure, die in den ersten beiden Ligaspielen eher zweite Wahl waren. Ob die spielen oder doch die erste Elf, ist aber noch nicht raus. Immerhin ist klar, dass Torwart Martin Velchikov absprachegemäß Robin Brüseke ablösen wird. Ob Tobias Reithmeir ran darf, ist nicht sicher.

Nicht, weil sich der Innenverteidiger gegen Köln seine Gelbrote Karte eingehandelt hat, sondern, weil er in der Liga gegen Wattenscheid sowieso gesperrt wäre. Könnt man ja schon mal ohne ihn in Rheine üben. Twardzik, Temin oder gar Marino würden alle liebend gern in die Lücke springen. Wer’s gut macht, erlebt dann auch Wattenscheid am nächsten Samstag. Auch darum lohnt es sich doch, zu kämpfen.

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