RV verzichtet auf erhöhte Nenngelder und zahlt voll aus


Der Reitverein Oelde hat sich in der Coronazeit zu einem der innovativsten Veranstalter im Kreis Warendorf entwickelt. 

Steffen Eikenkötter vom RV Geisterholz siegte in Oelde, wo bereits das dritte Turnier in diesem Jahr stattfand, mit dem sechsjährigen Karlson in der Springpferdeprüfung der Klasse L und war mit ihm auch im M-Springen platziert. Foto: Hartwig

Oelde (th) - Gehörten die Oelder zu den Vereinen, die nach dem zweiten Lockdown ein Turnier ausrichteten und veranstaltete man im Mai erneut, so war auch das aktuelle Turnier ein Erfolg. Die Teilnehmer mussten keine zusätzliche Teilnahmegebühr für die Corona-Schutzmaßnahmen entrichten und ausgezahlt wurde das volle Preisgeld. „Wir wollten einfach mal zeigen, dass Turniere auch wieder zu den gewohnten finanziellen Rahmenbedingungen durchführbar sind“, so Bernhard Kobrink, Erster Vorsitzender des Vereins.

Gut gefüllte Starterlisten

Entsprechend gut gefüllt waren an den drei Tagen die Starterlisten. Schon beim L-Springen starteten mehr als 50 Aktive. Strukturiert war das Turnier so, dass am  ersten Tag professionelle Springreiter und leistungsstärkere Amateure zum Zug kamen. Der  zweite Tag richtete sich in erster Linie an die Nachwuchsreiter dieser Disziplin und der dritte gehörte fast komplett den Jüngsten. 

Über reichlich Applaus ihrer Vereinskameraden konnte sich die Oelderin Andrea Frische freuen. Denn mit dem neunjährigen Camillo belegte sie nicht nur Platz fünf im L-Springen. Auch im anschließenden M-Springen gab es noch Platz zehn für das Paar. 

Lehrer und Schülerin gemeinsam zur Ehrung

Dabei ist es für Camillo und Frische die erste Saison, in der sie in dieser Klasse, in der schon recht viele professionelle Reiter mitreiten, an den Start gehen. Seit rund dreieinhalb Jahren sind Camillo und Frische ein Team. Vermittelt hat den Wallach Frisches Trainer Reinhard Lütke-Harmann. Und der war in dem M-Springen ebenfalls an fünfter Stelle platziert, womit Frische und ihr Reitlehrer erstmals gemeinsam bei der Siegerehrung eines M-Springens auf die Ehrenrunde gehen konnten.

„Camillo ist im Umgang ein ganz lieber und gutmütiger Typ. Aber wenn es gilt, Leistung zu zeigen, kann er auch richtig loslegen“, so die glückliche Reiterin. An Tag drei konnte sich dann Frische auch noch als Mutter freuen. Denn Tochter Nele bestritt auf Reitpony Bilbao ihren ersten Reiterwettbewerb mit Sprüngen. Dass tat sie so gut, dass es mit der Wertnote 7,8 für Platz zwei reichte. Besser war lediglich ihre Vereinskollegin Merle Schultenkemper, die mit Maxima die Note 7,9 erzielte. 

Heimische Reiterinnen sind erfolgreich

Überhaupt waren die Oelder bei ihrem Turnier recht erfolgreich. So siegte im Springreiter-Wettbewerb Katharina Kobrink mit Canguro. Ihre Schwester Mona holte sich mit Lord Ludwig im Stilspring-Wettbewerb Platz zwei. Eva Lütkemöller siegte mit Billy Jean JB im A-Stilspringen.

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