RW Ahlen gegen das Nonplusultra



Ahlen (gl). Thomas Berndsen hat keine Zeit. Der Trainer RW Ahlens büffelt auf einer Fußball-Schulung. Dass das Gelernte aber seinem Team am Sonntag helfen wird, das glaubt sein Co-Trainer Björn Lerbs nicht. Schade. Vielleicht auch, weil alles Buchwissen kaum gegen Viktoria Köln helfen wird.

Bernhard Venker hat keinen leichten Stand. RW Ahlen gegen Viktoria im Heimspiel wohl auch nicht.

  Oder, umgekehrt, weil man eh nicht viel können muss. Denn: „Es ist vielleicht das leichteste Spiel der Saison“, sagt Lerbs mit Blick auf die Tabelle. Und wenn die nicht lügt, dann gibt’s Sonntag aber so was von eine Abreibung. Der Erste, der Titelanwärter, der seit sechs Spielen Ungeschlagene, der Abwehrstärkste und fast Treffsicherste, kurzum: das rechtsrheinische Nonplusultra der NRW-Liga gibt sich Sonntag die Ehre im Wersestadion (15 Uhr). Was soll man da noch lernen, wie reagieren?

„So lange versuchen die Null zu halten, bis Viktoria Köln unter Zugzwang gerät“, gibt Lerbs das taktische Rezept eines jeden Unterlegenen aus. So wie zuletzt im Kreispokal Neubeckum eben RW Ahlen beinahe in die Niederlage getrieben hat. „Nein, das war nicht die beste Werbung“, denkt der Co-Trainer nur sehr ungern an die blamable Vorstellung. „Aber gegen Hüls waren wir schon 70 Minuten überzeugend“, erinnert Lerbs dafür viel lieber an die letzte Aufgabe in der Saison, die ein klitzekleines Licht der Hoffnung im Liga-Keller entfachte. Und jetzt also die Viktoria. Da könnte es fast sofort wieder zappenduster werden.

 „Nicht, wenn wir als Mannschaft leidenschaftlich reagieren. Je länger wir in Ballbesitz sind, desto eher schießt Köln kein Tor“, sagt der Assistent ganz sicher nichts anderes als es sein Cheftrainer sagen würde – trotz Schulung. Personell jedenfalls wird sich nicht viel tun. Stürmer Marcel Ramsey hat’s immer noch im Kreuz, dafür sind Marco Köhlers Kopfschmerzen aber verflogen. Nach seinem starken Beginn in Hüls hoffen sie in Ahlen, dass der Defensive gegen Köln wieder anfangen kann. Die Vorzeichen dafür stehen gut, der Brummschädel ist leiser geworden. Und Abwehrspieler kann man gar nicht genug haben gegen Viktoria.

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