RW Ahlen verliert Härtetest gegen FSV Frankfurt



Eine Woche vor der Liga-Rückkehr hat RW Ahlen den Härtetest gegen den FSV Frankfurt mit 3:4 verloren. Was den Trainer nicht ärgerte.

Generalprobe misslungen: RW Ahlen mit Jan Holldack (l.) hat am Samstag den Test gegen den FSV Frankfurt verloren. Foto: Wegener

Ahlen (hoh) - „Es ist immer gut, wenn man in der Generalprobe einen Schuss vor den Bug bekommt“, passte Ahlens Trainer Andreas Zimmermann die knappe 3:4-Pleite gegen den Südwest-Regionalligisten aus Hessen sogar ziemlich gut ins Konzept. Denn so wurden die rot-weißen Sinne pünktlich zur letzten Woche der Vorbereitung auf den Regionalliga-Wiederbeginn gegen Fortuna Köln noch einmal geschärft.

Vor allem an zwei Themenfeldern dürfte Zimmermann in den kommenden Tagen noch arbeiten: Zum einen die eigene Chancenverwertung, zum anderen das Verhalten in der Defensive. Bei drei der vier Gegentore gegen den FSV Frankfurt sah Ahlens Abwehr gar nicht gut aus.

Wortgefecht zwischen Dal und Heller

Das 0:1 erzielte Arif Güclü per Foulelfmeter, nachdem Oktay Dal den Frankfurter Ex-Profi Marcel Heller im Strafraum zu Fall gebracht hatte. In der Folge lieferten sich Dal und Heller eine kleine, aber intensive Diskussion, bei dem auch das eine oder andere unschöne Wort gefallen sein soll. Schiedsrichterin Annika Kost wollte Heller zunächst sogar mit Rot vom Feld schicken, ließ dann aber doch Gnade vor Recht ergehen. Der FSV reagierte und nahm seinen prominenten Neuzugang vom Feld.

Nach dem Rückstand folgte Ahlens beste Phase. Patrik Twardzik glich zunächst aus (29.), ehe Mike Pihl per Direktabnahme die Führung erzielte (34.). Rot-Weiß riss das Spiel nun an sich und hatte sogar noch weitere Großchancen, ließ diese jedoch ungenutzt. Und das sollte sich rächen.

Doppelpack kurz vor der Halbzeit

Ein Fehler von Andreas Ivan führte zum 2:2 durch Kelati (42.), der kurz vor dem Seitenwechsel nach einem starken Spielzug auch noch zum 3:2 für den FSV Frankfurt nachlegte.

Im zweiten Durchgang verlor der Test seine Dynamik, auch bedingt durch den einen oder anderen Wechsel auf beiden Seiten. Nach einem Ballverlust von Ioannidis erhöhte Louis Evis zunächst auf 2:4 (63.), bevor Andreas Ivan wenig später im Strafraum gefoult wurde, selbst zum Elfmeter antrat - und verwandelte. Mehr passierte nicht mehr - von der späten Einwechslung des Ahlener Neuzugangs Nico Hecker einmal abgesehen. Er vermochte jedoch keine Akzente mehr zu setzen.

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