RW Ahlen verliert knapp in Hüls



Hüls (gl). Der Badeweiher in Hüls war immerhin tief genug, um zu demonstrieren das RW Ahlen das Wasser mindestens bis zum Hals steht. Dabei hätten die Gäste genauso gut den VfB Hüls nass machen können, der aber rettete mit dem Glück des Favoriten ein knappes 2:1 über die Zeit.

Der übliche Frust auf der Bank... RW Ahlen verliert auch in Hüls und wartet weiter auf den ersten Sieg.

 „Von dem vielen Schulterklopfen können wir uns aber nichts kaufen“, erinnert Thomas Berndsens Enttäuschung verdächtig an den Frust des letzten Jahres, als Ahlen auch gut spielte, aber dennoch immer wieder mit leeren Händen da stand. Paralellen auch im Stadion „Am Badeweiher“: Das gebeutelte Ahlen hat die größeren Spielanteile, kann die nach dem Thon-Rücktritt und mit drei Niederlagen in Folge verunsicherten Hülser ihr Spiel aufzwingen und verliert dann doch nach Individualfehlern und Unsicherheiten des Unparteiischen.

Gegen das stabile Ahlener Mittelfeld kam der VfB von Interimstrainer Holger Jahnke nur schwer ins Spiel. „Wir wollten zu Null spielen“, war Berndsen zufrieden. Auch damit, dass seine Rotweißen mit Chancen für Musto, Cabuk und Dutschke näher an der Führung waren, als die Gastgeber. Die 80 Ahlener Fans träumten bereits vom ersten Sieg überhaupt, als Musto nach Doppelpass mit Said das 1:0 erzielte (53.). Aber es blieb ein Wunschdenken.

Schon fünf Minuten später unterschätzt RW-Torwart Hahnemann einen lang geschlagenen Ball, der zwar an den Pfosten prallt, dann aber von Mutluer im Nachschuss verwandelt wird. Was auch noch akzeptiert worden wäre, wenn Berndsen sich nicht nicht anschließend verschaukelt gefühlt hätte. Einen langen Flugball von Dutschke konnte Hüls’ Tormann Rantzow zwar haarscharf an (?) der Linie fangen, Ahlens Übungsleiter aber hatte den Ball klar hinter der Linie gesehen. Auch das Foul von Glöden, das zum Strafstoß und zum 2:1 durch Erwig führte (88.) zweifelt Berndsen an. „Eine klare Schwalbe“, ärgert er sich, dass das Schiedsrichter-Gespann dem Gastgeber in der inzwischen ausgeglichenen Schlussphase zu leicht den Sieg geschenkt habe.

 „Eine absolut unverdiente Niederlage“, wusste Berndsen gestern noch nicht, wie er seine Spieler nun wieder aufrichten kann. Wenn das Wasser schon Unterkante Oberlippe steht, ist eine gebeugte Haltung sicher ungesund.

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