RW Vellern wehrt sich trotz 1:4 bei ASK tapfer


Kommt auch nicht so oft vor, dass eine 1:4-Pleite Mut macht. Beim 1:4 von RW Vellern bei ASK Ahlen war aber genau das der Fall.

Der Favorit findet einen Weg: Ercan Taymaz von ASK Ahlen (Mitte) dribbelt sich durch das Bollwerk mit Christoph Ottlips (2. von r.) und Niklas Dulisch (r.) von RW Vellern. Foto: Toppmöller

Ahlen (yam) - Lange war es eine offene Partie zwischen ASK Ahlen und RW Vellern, doch am Ende setzte sich der Titelaspirant gegen tapfer kämpfende Gäste noch mit 4:1 durch. Früh machte ASK deutlich, wer der Favorit ist. Ahlen machte direkt viel Druck und hatte durch Birinci die erste Chance.

Rot-Weiß war zunächst fast ausschließlich mit dem Verteidigen beschäftigt. Dann wagten sich die Gäste doch mal nach vorne – und dann das: ASK ging in Führung. Nach einem Vellerner Freistoß setzten die Hausherren einen gnadenlosen Konter, an dessen Ende Ismail Uysal zum 1:0 einnickte (12.).

Vellerns Mut wird belohnt

Doch nun wagte sich Vellern aus der Deckung und kam zu Möglichkeiten. „ASK hat eine gute Mannschaft, wir hatten Respekt“, so Vellerns Trainer Markus Bollmann über den zaghaften Beginn. Dass die Gäste später mehr Mut zeigten, wurde belohnt. Nach toller Vorarbeit von Julian Stake schob Alexander Ahrens zum 1:1 ein (26.) – der Halbzeitstand.

„Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, dass wir genauso weiter machen sollen“, betont ASK-Spielertrainer Philipp Plöger. Der Plan ging auf, denn Ahlen spielte in der zweiten Hälfte deutlich zielstrebiger.

Zwei Platzverweise als Genickbruch

In der 57. Minute sah Vellerns Verteidiger Niklas Dulisch die erste Gelbe Karte, kurz darauf folgte die zweite Verwarnung – der Feldverweis war die Folge. So mussten die Gäste, die einen tollen Kampf ablieferten und sich in jeden Ball warfen, zu Zehnt das 1:1 verteidigen. „Wenn du einen Innenverteidiger verlierst, ist es immer hart“, so Bollmann.

Es dauerte nicht lange, ehe ASK das 2:1 erzielte: Alihan Birinci traf per Seitfallzieher (68.). Für Vellern ging es bescheiden weiter, auch Kapitän Christoph Ottlips sah Gelb-Rot (78.). Ismail Uysal (90.+3) und Erkan Baslarli (90.+5) machten schließlich mit dem 3:1 und 4:1 alles klar. Für Bollmann kein Beinbruch: „Wir nehmen mit, dass wir auch gegen solche Mannschaft mitspielen können.“

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