SuS Enniger zieht ASG tiefer in den Abstiegsstrudel



Für den Liga-Letzten war es ein hoffnungsfroher Anfang, für die Ahlener SG nahm es als Vorletzter ein böses Ende.

Warten auf die große Chance: (v. l.) Ahlens Mike Julian Richter, die Ennigeraner Christopher Hanskötter sowie Fabian Kottlarz und Yannik Bertram von der ASG in der Rolle Beobachters.

Enniger (uwe) - Die Erleichterung war mit Händen zu greifen. „Puh, das kann ein Anfang sein!“, war Peter Rosendahl noch etwas zitterig und klatschte seine Ennigeraner mit rosigen Wangen ab. „Heute hat jeder für jeden gekämpft“, kommentierte der Trainer den Erfolg seines SuS, der im tiefsten Ligakeller mit einem hart erkämpften 2:1 gegen die Ahlener SG den ersten Sieg einfuhr.

Verdient, denn Chancen hatte der Gastgeber auf dem tiefläufigen „Börgerskamp“ für einen deutlich höheren Sieg. Die Ahlener SG, die sich am Sonntag als Vorletzter noch tiefer in den Abstiegskampf hat ziehen lassen, kontrollierte zwar das Feld, aber Enniger die Räume.

Ahlener SG drückt, SuS Enniger kontert

 „Hier lässt keiner den Kopf hängen, alle sind engagiert bei der Sache“, urteilte ASG-Leiter Peter Kriesche. „Leider fehlte uns vorn die Konsequenz“. Was in der ersten Hälfte noch keine bösen Folgen hatte. Hoch motiviert lieferten sich beide Verzweifelten einen offenen Schlagabtausch, bei dem Ennigers Grabe, mit einem Kunstschuss blank vor dem Tor (3.) und Ahlens Richter mit einem Lattentreffer (42.) die besten Möglichkeiten verbaselten.

Nach der Pause ging dann Ennigers Spielanlage zuerst auf: Ahlen drückte, der SuS konterte. Nachdem Schmalz an Torwart Brüggemann gescheitert war, folgte überraschend der entscheidende Doppelschlag. Zuerst Kottlarz, der einen Pass von Reschetnik vollendet (51.) und fünf Minuten später trifft Aden nach Freistoß-Vorlage von Engelmeyer zum 2:0.

Hoffen und Bangen mit gutem Ende - für Enniger 

Die Ahlener Gäste blieben in Ballbesitz, allerdings ohne klare Ideen oder Strukturen zu haben. So durfte Enniger mit Grabe (75.), der im Konter mitten auf Tormann Steinhorst abzog, und Kottlarz mit einem Pfostenschuss, weitere Chancen verschenken.

Als sich dann Ahlens Richter doch noch durch die Reihen siebte und zum 1:2 einschob (78.), begann das große Hoffen und Bangen, das Enniger trotz zweimal fünf Minuten nervenzerreißender Nachspielzeit heil überstand. „Wir hätten gut und gerne drei bis fünf Tore mehr machen müssen, um den Sack eher zuzumachen“, war Rosendahl pikiert und glücklich zugleich. Wie war das mit dem Anfang? Leicht jedenfalls war er nicht ...

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