SV Oelde müht sich, aber was kümmert’s Beckums Eiche?



Wird nichts mit dem zweiten Pokalwunder. Beckum zeigt Landesliga-Qualitäten, Oelde bleibt bei seinen Leisten.

Was beklagt sich Beckums Koray Kocaman? Enes Bulut (r.) hat den Ball für die SpVgg Oelde erobert. Zum Trost erzielte Kocaman später noch ein schönes 4:0. 

Oelde (uwe) - Seltenes ist deswegen nicht so häufig, weil es selten ist. Und so blieb dieses Mal das Pokalwunder im Jahnstadion dann doch aus. „Die haben uns nach der Pause relativ schnell den Zahn gezogen“, dachte Oeldes Trainer Tobias Brinkmann an das Duell zurück, das seine Truppe letztes Jahr mit 3:2 gewonnen hatte. „Schade, wir wären ja gern zu einem Angstgegner geworden.“

Starker Kreisligist muss noch ein bisschen üben

Dafür muss der Kreisligist leider noch ein bisschen üben. Am Sonntag jedenfalls spielte sich Landesligist SpVgg Beckum mit einem 6:0 souverän in die zweite Kreispokalrunde. Wenn auch nicht so dominant, dass dessen Trainer nicht doch auch was zu meckern gehabt hätte.

 „Mit der ersten Hälfte war ich weniger zufrieden, da haben wir selbst das Tempo verschleppt“, kommentierte Robert Mainka. Muss dann aber doch einräumen: „Insgesamt aber die Pflicht gut gelöst.“

Oelde attackiert tapfer und vergeblich

Ein halbes Dutzend Gegentore waren tatsächlich eine harte Strafe für die Gastgeber, die in den ersten 45 Minuten nur zwei Klassenunterschiede zuließen – die zwei Treffer zum 0:2. Oelde attackierte tapfer, hatte mit Baum und Töws, gegen den Sylla auf der Linie retten musste, sogar zwei gute Möglichkeiten.

 Aber was kümmert’s Beckums Eiche, wenn sich Oelde dran schubbert? Die zwei Klassen Höheren spielten das clever aus, sprangen nicht höher als sie mussten und waren lässig präsent, wenn es darauf ankam. So der Mann mit der serienmäßigen Torgarantie: BSV-Spitze Ogün Gümüstas wird von SV-Torwart Malcher unsanft gestoppt und verwandelt den Strafstoß selbst (20.). Und mit dem Halbzeitpfiff schickt Sylla Tuhcic durch Oeldes gähnende Mitte frei zum 2:0.

Nach dem 3:0 eine Frage der Technik

Als schließlich wieder Torwart Malcher und Gümüstas aneinandergeraten, war das Ding entschieden. Der Schlussmann verschätzt sich beim Rauslaufen, Gümüstas sieht’s, freut sich und lupft zum 3:0 ein (53.). Alles andere eine Frage der Technik. Für Gümüstas kommt noch der ebenso bullige Fichera, der zum 5:0 und 6:0 abschließt, zwischendurch noch das schöne 4:0, das Kocaman aus 19 Metern in den Winkel zirkelt. Da brummt BSV-Trainer Mainka zustimmend: „Immerhin besser als letztes Jahr.“ Na also, mehr war ja nicht verlangt.

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