TUS Freckenhorst bringt Favorit Rheine ins Wanken



Freckenhorst war dem Pokal-Coup nahe, doch es hat nicht ganz gereicht. Favorit Rheine setzte sich im Westfalenpokal trotz Unterzahl durch.

Nur kurzzeitig obenauf: Der TUS Freckenhorst mit Stefan Kaldewey (r.). führte im Westfalenpokal schon mit 2:1 gegen Oberligist Rheine, verlor schließlich aber doch noch mit 2:4. Foto: Wegener

Freckenhorst (mkr) - Der TUS Freckenhorst hat am Donnerstag kurz an der Sensation geschnuppert, doch dann blieb sie doch aus. Der Favorit aus Rheine wankte, fiel aber nicht. Das Team aus der Oberliga setzte sich letztlich mit 4:2 (1:2) gegen den Bezirksligisten durch und hatte dabei Schwerstarbeit zu verrichten.

Nach vier Minuten legte sich Viktor Maier den Ball zum Freistoß zurecht, Rheines Angreifer traf die Kugel perfekt, die vom Innenpfosten ins Freckenhorster Tor sprang – 1:0 für Rheine, alles lief nach Plan für den Favoriten. Aber weit gefehlt. Der TUS ließ sich nicht beirren und spielte zielgerichtet weiter.

Timo Achenbach nickt zum 1:1 ein

Mit zunehmender Spieldauer wurde der Hausherr auch torgefährlich. In der 26. Minute belohnte sich Freckenhorst endlich für die Mühen: Eine Flanke verwandelte der aufgerückte Timo Achenbach per Kopf zum 1:1. Rheine hatte sich kaum vom Gegentreffer erholt, da klingelte es zum zweiten Mal im Netz. Vier Minuten später war es erneut eine Hereingabe von rechts, jetzt vollendete Bernd Kieskemper zur 2:1-Führung. Das Spiel war gekippt, Rheine geschockt.

Der TUS drängte weiter, in der 34. Minute lief Marian Brügger allein auf Jannis Fraundörfer zu, der den Angreifer kurz vor dem Strafraum foulte und Rot sah. Die Chancen mit einem Mann mehr auf dem Feld und der Führung im Rücken standen gut für den TUS. „Ich habe meine Spieler in der Halbzeit noch gewarnt. Rheine wird zurückkommen und mehr Druck machen, auch in Unterzahl“, sagte Trainer Franz-Pohlmann hinterher.

Viktor Maier macht den Unterschied

Das sollte sich bewahrheiten: Rheine ging durch zwei Treffer binnen fünf Minuten mit 3:2 in Führung. An beiden Toren war Viktor Maier beteiligt, der den Unterschied ausmachte. In der 55. Minute bediente er Julius Hölscher, der per Kopf verwandelte. Die 3:2-Führung besorgte er selbst, hatte mit seinem abgefälschten Schuss aber Glück.

Die Hausherren kämpften zwar tapfer weiter, doch die Präzision in der Offensive ließ nach, Chancen gab es kaum noch. Den letzten abgefangenen TUS-Angriff schnappte sich Pascal Petruschka, der Torwart Wulff umkurvte und zum 4:2-Sieg einschob (90.+5). „Wir haben einen tollen Fight abgeliefert. Den Unterschied von drei Klassen sah man heute nicht. Schade, dass es für die nächste Runde nicht reichte, wir hätten es verdient gehabt“, sagte Franz-Pohlmann.

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