Westfalen Liesborn mit 4:5 böse abgestraft



Niederschmetternd, wenn man im Kellerduell 3:1 führt und noch holterdipolter untergeht. Liesborn hat es böse erwischt.

Keine Langeweile: Liesborns Torhüter Laurenz Wittkampf war nicht zu beneiden und hatte fünf Mal hinter sich zu greifen.

Liesborn (hh) -  Mit Lust und Zuversicht sind die Bezirksliga-Fußballer von Westfalen Liesborn in das Kellerduell gegen den SV Drensteinfurt gegangen. Nach 90 Minuten war  beides dem Frust gewichen, denn der Tabellenletzte verlor das Flutlichtspiel im eigenen Stadion am Freitagabend mit 4:5 (3:1). Damit hält die Mannschaft von Trainer Elmar Kirsch weiter die Rote Laterne in der Hand.

„Wenn du vier Tore schießt, dann musst du auch das Spiel gewinnen“, erklärte der Westfalen-Trainer nach dem Abpfiff sichtlich angefressen. „Vor allem wenn du in der ersten Halbzeit mit 3:1 führst.“ Die Gastgeber zeigten sich in den ersten 45 Minuten hoch motiviert.

Nach der Pause das Drama

Frerik Drügemöller brachte seine Mannschaft mit 1:0 (11.) in Führung. Auch der 1:1-Ausgleich (22.) durch die Gäste ließ die Westfalen unbeeindruckt. Marius Neitemeier (29.) und Johannes Drees (42.), der sich nach einer vierwöchigen Verletzungspause wieder zurückmeldete, erzielten eine komfortable 3:1-Halbzeitführung. Bis dahin war die Liesborner Welt noch in Ordnung.

 Doch nach dem Wiederanpfiff zogen trotz eines schönen Spätherbstabends düstere Wolken im Stadion Im Klostergarten auf. Binnen drei Minuten glich Drensteinfurt zum 3:3 (50./53.) aus. Mit zwei weiteren Toren im Drei-Minuten-Takt (78./81.) machten die Gäste den Sieg klar. Neitemeier gelang in der 83. Minute noch der 4:5-Anschlusstreffer. Das war’s. „In der zweiten Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, in der Abwehr aggressiv nach vorne zu arbeiten“, sagte Kirsch. „Doch wir haben im gesamten Abwehrbereich zu große Lücken zugelassen, die hat Drensteinfurt ausgenutzt.“

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