Tiefststand bei getöteten Kindern im Straßenverkehr


Auch wenn die Zahl nach unten gegangen ist: In Deutschland kommen immer noch zu viele Kinder im Straßenverkehr ums Leben.

In vielen Orten in Deutschland weisen Schilder auf spielende Kinder an Straßen hin. Im vergangenen Jahr sind so wenig Kinder im Straßenverkehr ums Leben gekommen wie seit 1990 nicht mehr. Foto: dpa

Wiesbaden (dpa) - Im vergangenen Jahr sind so wenige Kinder wie noch nie seit der Wiedervereinigung im Straßenverkehr verunglückt. Im Schnitt wurde aber immer noch alle 24 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete. 49 Kinder verloren 2021 auf diese Weise ihr Leben.

Grund könnte Corona sein

Laut Statistik kamen im vergangenen Jahr rund 22.300 Kinder unter 15 Jahren bei Unfällen im Straßenverkehr zu Schaden. Das waren 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr und so wenig wie noch nie seit der Vereinigung 1990. Die meisten Kinder, die 2021 im Straßenverkehr verunglückten, waren mit dem Fahrrad unterwegs.

Ein Grund für den Tiefststand dürfte die Corona-Pandemie gewesen sein: Schulen waren zeitweise geschlossen, ebenso wie viele Freizeiteinrichtungen. Familien waren weniger unterwegs und verreisten seltener. Dafür spricht auch, dass im Januar und Februar - während des zweiten Winter-Lockdowns - deutlich weniger Kinder betroffen waren als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre.

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