Abschied von Malte - Polizei Münster solidarisiert sich


Am Dienstag findet die Beerdigung des verstorbenen Transmanns Malte C. aus Münster statt. Zuvor setzte die Polizei ein Zeichen.

Groß war und ist die Anteilnahme nach dem Tod von Malte C. in Münster. Der Transmann war vor rund fünf Wochen beim Christopher-Street-Day attackiert worden. In der Folge verstarb er. Foto: dpa

Münster (dpa) - Rund fünf Wochen nach der tödlichen Attacke auf den Transmann Malte C. hat sich die Polizei in Münster am Tag seiner Beerdigung solidarisch mit der queeren Gemeinschaft gezeigt. Münsters Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf zeigte sich bei Twitter mit Regenbogenfahne im Kreis von Polizistinnen und Polizisten. Damit folgte die Polizei einem Aufruf zahlreicher Vereine, Kirchengemeinden, Gruppen und Initiativen in einem offenen Brief an die Münsteraner Stadtgesellschaft.

Trauerfeier geplant

Malte C. war am 27. August beim Christopher-Street-Day in Münster unterwegs. Der 25-Jährige hatte Zivilcourage gezeigt und sich gegen einen 20-Jährigen gestellt, der Frauen unter anderem queerfeindlich beschimpft und bedroht hatte. Der Mann hatte Malte C. einen Faustschlag versetzt. Nach dem Sturz auf den Hinterkopf starb er im Krankenhaus.

Nach seiner Beerdigung am Dienstag ist am Mittag eine Trauerfeier auf dem Waldfriedhof Lauheide zwischen Münster und Telgte geplant. Der Tatverdächtige sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Transmenschen oder Transgender sind Personen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen. Als queer bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

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