Betrug mit Corona-Hilfen: Razzien in vier NRW-Städten


Mit einer großen Razzia in mehreren Bundesländern - auch in NRW - ist die Polizei gegen mutmaßliche Betrüger bei den Corona-Hilfen vorgegangen.

Seit dem frühen Morgen durchsucht die Polizei bundesweit Dutzende Objekte wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug. In NRW in Frechen, Wuppertal, Essen und Ennepetal.

Düsseldorf/Berlin (dpa) - Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen Subventionsbetrugs gibt es nach dpa-Informationen zurzeit auch Razzien in Frechen, Wuppertal, Essen und Ennepetal. Die Ermittlungen richten sich in NRW demnach gegen vier Beschuldigte. Medienberichten zufolge geht es um Betrug in Zusammenhang mit den Corona-Hilfen.

Dutzende Objekte durchsucht

Seit dem frühen Morgen durchsucht die Polizei bundesweit Dutzende Objekte wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug. Corona-Hilfen sollen ohne die nötigen Voraussetzungen kassiert worden sein. Schwerpunkt der Einsätze sei Berlin, sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstagmorgen. Im Fokus der Fahnder stehen auch Islamisten, die an dem mutmaßlichen Betrug beteiligt gewesen sein könnten. Hier sei die für Islamismus zuständige Abteilung des Landeskriminalamts an den Ermittlungen beteiligt, hieß es.

Zu den genauen Hintergründen wurde zunächst nichts bekannt. Durchsucht werden laut Polizeisprecher bundesweit 57 Objekte. Auch in Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen gibt es demnach Razzien. 

Schwerpunkt in Berlin

Die Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) teilte mit: "Als internationale Metropole steht natürlich auch die Hauptstadt im Fokus terroristischer Netzwerke. Umso wichtiger ist es, ganz genau hinzuschauen, wenn es um die Finanzströme innerhalb extremistischer Strukturen geht."

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