Corona-Infizierte in NRW müssen sich bald nicht mehr freitesten


Wer positiv auf eine Coronainfektion getestet wurde, muss fünf Tage in Isolierung. Die bisherige Testpflicht zur Freitestung entfällt künftig.

Die neuen Corona-Regeln in NRW gelten ab dem 30. November. Für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen gelten Sonderregelungen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) appelliert an Eigenverantwortung Foto: dpa

Düsseldorf (dpa/gl) - Die Isolationspflicht bei einer Coronainfektion ist zuletzt ist in mehreren Bundesländern abgeschafft worden. Soweit geht Nordrhein-Westfalen nicht. Stattdessen werden die Regeln gelockert. Das Gesundheitsministerium verkündete am Mittwoch eine Verkürzung der Isolation. Die neuen Regelungen gelten ab dem 30. November - zu diesem Datum wird die Test- und Quarantäneverordnung des Landes angepasst.

Isolation endet nach fünf Tagen automatisch

Demnach müssen sich Betroffene ab dem kommenden Mittwoch bei einem positiven Testergebnis weiterhin zu Hause isolieren. Nach fünf Tagen endet diese Isolationspflicht aber künftig automatisch – egal ob dann ein Corona-Test negativ oder positiv ausfällt. „Auch nach Ablauf der fünf Tage sollte man sich selbst testen und bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses freiwillig auf Kontakte verzichten oder bei unvermeidbaren Kontakten Maske tragen", empfahl Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Die bisherige Pflicht zur Freitestung entfällt aber ab dem 30. November. 

Andere Regeln für medizinischen Einrichtungen

Für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen allerdings gilt ein Tätigkeitsverbot, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Bei einem positiven Selbsttest ist man demnach verpflichtet, unverzüglich einen Schnelltest oder PCR-Test in einer offiziellen Teststelle oder bei einem Arzt oder einer Ärztin machen zu lassen. Das kostet nichts. „Ist das Ergebnis des Kontrolltests negativ, besteht keine Verpflichtung zur Isolierung", erläuterte das Ministerium. Bei einem positiven Ergebnis muss man sich hingegen auf direktem Weg in eine fünftägige Isolierung begeben. Als erster Tag der Absonderung zählt der erste volle Tag, nachdem der Test gemacht wurde. Der Tag, an dem der Test gemacht wurde, wird also nicht mitgerechnet.

Laumann appelliert an Eigenverantwortung

Laumann hält die Isolierung von Infizierten nach wie vor für erforderlich. „Die Winterzeit steht mit kalten Temperaturen in den Startlöchern. Die Grippewelle rollt gerade erst an. Die Isolierung kann dabei helfen, Infektionen zu verhindern und Belastungen unseres Gesundheitssystems zu reduzieren", erklärte er. „Wer sich krank fühlt, sollte seinen Arzt kontaktieren und sich krankschreiben lassen - das ist nach wie vor auch telefonisch möglich."

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