Die „Glocke“-Tipps: Konzerte, Theater und Lesung


Wenn es draußen kälter wird, ist Zeit für Musik, Theater und Lesungen. Hier die „Glocke“-Veranstaltungstipps für die nächsten Tage.

Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück/Oelde-Stromberg/Porta Westfalica (gl) -  „Der Zauberberg“ heißt ein Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Mann in der Fassung von Florian Hirsch, das das luxemburgische Nationaltheater (Théâtre National du Luxembourg) am Mittwoch, 20. November, 19.30 Uhr, auf die Bühne des Theaters Gütersloh bringt. Hans Castorp, ein früh verwaister Ingenieur aus gutbürgerlichen Verhältnissen, reist im Sommer 1907 für drei Wochen nach Davos, um seinen kranken Vetter zu besuchen. Der „hermetische Zauber“ des Sanatoriums Berghof und die verführerische Zeit- und Weltabgewandtheit ziehen ihn derart in ihren Bann, dass er die Abreise immer wieder aufschiebt und so aus Wochen Monate und aus Monaten sieben Jahre werden.

Über eine kleine, gerade begonnene „Erzählung, die sofort den Titel ‚Der Zauberberg’ erhielt“ und nichts weiter sein sollte „als ein humoristisches Gegenstück“ zu der vor kurzem beendeten Cholera-Novelle „Der Tod in Venedig“, berichtet Thomas Mann in einem Brief im November 1913. Aus den „wunderlichen Eindrücken“, die er 1912 bei einem Besuch seiner Frau Katia sammelte – sie lag nach einer wohl falschen Tuberkulose-Diagnose als Patientin in einem Sanatorium in Davos – , sollte eine „Mischung von Tod und Amüsement werden. Nach einem halben Jahr hat der Mensch nichts anderes mehr im Kopf als die Temperatur unter seiner Zunge und den Flirt“, schrieb Mann. Karten (ab 23,12 Euro) gibt es beim „Glocke“-Kartenservice, Telefon 02522/73-333.

Swing mit Andrej Hermlin in Gütersloh

Andrey Hermlin und Band versprechen am Samstag in der Stadthalle Gütersloh authentischen Swing. 

Andrej Hermlin ist nach dem Corona-Lockdown mit ersten erfolgreichen Konzerten zurück auf der großen Bühne. Im Rampenlicht stehen ab sofort auch seine Tochter Rachel und sein Sohn David, die das Publikum mit bekannten Hits und eigenen Kompositionen unterhalten möchten. „Swing is in the air“ heißt Hermlins Tourneeprogramm, das am Samstag, 26. November, 20 Uhr, in der Stadthalle Gütersloh zu sehen ist.

Andrej Hermlin ist seit mehr als 30 Jahren Swing-Musiker und gibt Konzerte in Deutschland und den Nachbarländern. Für ihn und sein Swing Dance Orchestra sind die amerikanischen Original-Arrangements der 1930er- und 1940er-Jahre das wichtigste Markenzeichen. Auf elektronische Verstärkung wird gern verzichtet. Als im März 2020 das öffentliche Leben und der Kulturbetrieb durch Corona lahmgelegt wurden, war für Andrej Hermlin und seine Kinder, Frontsängerin Rachel und David (Gesang und Schlagzeug) klar, dass gerade der Swing, diese Hoffnungsmusik, nicht verstummen durfte.

Jeden Abend präsentieren „The Swingin’ Hermlins“ seither über die Sozialen Medien für eine halbe Stunde authentischen Swing. Für Andrej Hermlin hat Swing viel mit seelischer Gesundheit zu tun, verkörpert sie doch den (Über-) Lebenswillen der Menschen in Zeiten der amerikanischen Wirtschaftskrise, teilen die Veranstalter mit.

Karten: ab 45,95 Euro, Informationen beim „Glocke“-Kartenservice, Telefon 02522/73-333.

Haus Nottbeck widmet sich Sabine Deitmer

Den Werken der Dortmunder Krimiautorin Sabine Deitmer widmet sich das Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg.Am heutigen Donnerstag widmet sich das Kulturgut Haus Nottbeck mit Sabine Deitmer (1947-2020, Foto) einer der renommiertesten Krimiautorinnen des Landes. Schauspielerin Carolin Wirth und Jazzpianist Burkhard Jasper bringen ihre Texte in einer Mischung aus Rezitation und Musik auf die Bühne. Karten (12 Euro) gibt es bei der „Glocke“ in Oelde oder an der Abendkasse.

Ausflugstipp: Zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Blick auf das rund 88 Meter hohe Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica.

Das Denkmal Kaiser Wilhelms I. auf dem Wittekindsberg in 268 Meter Höhe ist eines der bedeutendsten Nationaldenkmäler Deutschlands und das Wahrzeichen der Stadt Porta Westfalica. Im Weserdurchbruch zwischen Weser- und Wiehengebirge gelegen, bietet es einen beeindruckenden Fernblick. Das Areal um das Denkmal ist jederzeit frei zugänglich. In der denkmalgerecht wieder errichteten Ringterrasse nach historischem Vorbild befindet sich ein modernes Besucherzentrum. Wer sich immer schon gefragt hat, warum hoch oben auf dem Berg ein solches Denkmal errichtet wurde und warum dort zahlreiche archäologische Fundstätten zu entdecken sind, bekommt hier Antwort auf seine Fragen.

An sechs Stationen der 270 Quadratmeter großen Ausstellung tauchen die Besucher in die Geschichte des Monuments und seiner Umgebung ein: von den Römern über preußische Denkmalkultur bis zur Zwangsarbeit in der NS-Zeit in den Stollen am Denkmal. Kompakt Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 11.30 bis 18 Uhr, Eintritt frei

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