Elternschaft fordert Schulpolitik „ohne Grabenkämpfe“


Schulpolitik ist in NRW eine Frage von Parteipolitik - das abzustellen, fordert die Landeselternkonferenz von der künftigen Landesregierung.

Darf ein Ticket für den Schulbus etwas kosten - und wenn ja, wie stark werden die Familien belastet? Ein Streitthema in NRW. Symbolfoto: dpa

Dortmund (dpa) - Die Landeselternkonferenz hat von einer künftigen NRW-Regierung eine Bildungspolitik "losgelöst von parteipolitischen Grabenkämpfen zum Wohle aller Kinder" verlangt. 

Die LEK habe mehreren Parteien zu acht Themen "Wahlprüfsteine" zur Landtagswahl am kommenden Sonntag vorgelegt, schilderte die Vorsitzende Anke Staar am Donnerstag. Ein Ergebnis sei gewesen: Zu Lehrkräftemangel und Reform der Aus- und Fortbildung habe bei keiner Partei eine Verringerung der Klassengrößen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen eine Rolle gespielt. 

„Überblick über finanzielle Belastung der Eltern fehlt“

In der Frage nach der Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten lagen die Vorstellungen beim Finanzierungsanteil der Familien weit auseinander. Gemeinsamkeit bei den Antworten war dagegen laut LEK: "Keine der Parteien hat dabei einen Überblick über die tatsächliche Höhe der finanziellen Belastung der Eltern." 

Mobilität für Schüler bleibt Streitthema

In Sachen Mobilität sprachen sich die schulpolitischen Sprecher von SPD und Grünen, Jochen Ott und Sigrid Beer, für kostenlose ÖPNV-Tickets für alle Schülerinnen und Schüler aus. Die schulpolitische Sprecherin der CDU, Claudia Schlottmann, will am jetzigen System festhalten, wonach nur diejenigen einen Anspruch auf ein vergünstigtes Ticket haben, die in größerer Entfernung zur nächsten Schule wohnen. Für die FDP forderte Franziska Müller-Rech ein einfacheres, sozial gerechtes System. 

Die LEK stellte fest: Kombitickets zur Nutzung von Leihfahrrädern habe trotz aller Bekenntnisse zu mehr Klimaschutz bisher keine Partei angedacht.

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