Ermittlungsergebnisse wohl erst im Januar


Im August hatte ein Polizist in Dortmund auf einen Jugendlichen geschossen. Dieser kam ums Leben. Die Ermittlungen werden länger andauern. 

Ein Polizist hat im August auf einen Jugendlichen geschossen. Der junge Mann kam dadurch ums Leben. Foto: dpa

Dortmund (dpa) - Im Fall des von der Polizei in Dortmund erschossenen 16-Jährigen werden die Ermittlungen wohl nicht mehr in diesem Jahr abgeschlossen - sondern voraussichtlich im Januar 2023. Das teilte Carsten Dombert von der Staatsanwaltschaft Dortmund am Mittwoch mit. 

Gegen mehrere Polizisten wird ermittelt 

Die Polizei war am 8. August zu einer Jugendhilfeeinrichtung gerufen worden, wo der jugendliche Flüchtling aus dem Senegal zunächst gedroht haben soll, sich mit einem Messer zu töten. Er wurde von der Polizei erst mit Pfefferspray und zwei Tasern beschossen. Schließlich schoss ein Polizist mit einer Maschinenpistole, der Jugendliche starb im Krankenhaus. 

Gegen den Schützen wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt, gegen vier weitere beteiligte Polizisten wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung beziehungsweise der Anstiftung dazu. Die Staatsanwaltschaft hatte zuletzt noch auf einen Abschluss der Ermittlungen in diesem Jahr gehofft.

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