Große Freude im Hause Jakisch und Lemper


Beim Sassenberger Triathlon waren Athletinnen und Athleten aus dem Kreisen Warendorf und Gütersloh sehr erfolgreich.

Der Warendorfer Jann-Paul Jakisch gewann die Sprintdistanz. Erster Gratulant war sein Vater Thomas. Insgesamt starteten beim Sassenberger Triathlon am Sonntag 1200 Sportlerinnen und Sportler. Die Organsatoren verdienten sich nach zweijähriger Corona-Pause die Bestnote und wurden mit Lob überhäuft. Foto: Markus Nieländer

Sassenberg (man) -   Überschäumend war die Freude gestern im Hause Jakisch nach dem Sieg von Jann-Paul im Volksbanken Jedermann-Wettbewerb über 700 m Schwimmen im Feldmark See, 22 km Radfahren und 5,5 km Laufen. „Jann-Paul hat das geschafft, was ich nie geschafft habe und von dem ich immer geräumt habe“, jubelte Vater Thomas nach dem Zieleinlauf seines Sohnes ausgelassen und umarmte diesen überschwänglich. Die Freude des 24-jährigen Warendorfers kante ebenfalls keine Grenzen, denn mit dem Sieg fiel eine schwere Last von den Schultern. „Heute morgen war ich schon nervös“, gestand der Athlet der Warendorfer SU die nervliche Belastung vor dem Heim-Wettkampf ein.

„Ein hartes Stück Arbeit“

Bis zur Mitte des Radfahrens sah es auch nicht nach einem Erfolg des Lokalmatadoren aus. Eine dreiköpfige Spitzengruppe mit seinem Zweitliga-Kollegen Daniel Roggenland von TriSpeed Marienfeld, Daniel Knöpke (Ejot Team Buschhütten) und Marc Pinkowski (SV Gladbeck) hatte nach dem Schwimmen einen kleinen Vorsprung, den Jakisch erst nach zwölf  Kilometer  zufahren konnte. „Das war ein hartes Stück Arbeit, und das habe ich beim Laufen gemerkt“, so Jakisch. Nach kurzer „Verschnaufpause“ drückte der 24-jährige Student des Sport-Managements der Uni Bielefeld jedoch wieder auf das Tempo und setzte sich mit Daniel Roggenland von Knöpke und Pinkowski ab. „Ich wusste, wenn ich Jann-Paul jetzt fahren lasse, sehe ich ihn nie wieder“, erklärte Roggenland, der auf dem Rad leicht überzog. „Ich war die vergangenen zwei Wochen beruflich unterwegs. Das fehlende Training habe ich gemerkt“, sagte der Harsewinkeler, der Jakisch nach einem Lauf-Kilometer ziehen lassen musste.  Kurz vor dem Ziel wurde Roggenland auch noch vom Gladbecker Zweitliga-Starter Marc Pinkowski übersprintet.

Entscheidung auf der Radstrecke

Bei den Damen fiel die Entscheidung auf der Radstrecke. Mit dem schnellsten Radsplit von 35:56 Minuten fuhr die Glandorferin Christina Lemper (TriSpeed Marienfeld) von Platz 16 nach dem Schwimmen in die Führung, die bis dahin ihre Vereinskollegin Vanessa Bradler inne hatte. Mit kleinem Vorsprung wechselte die 34-jährige Maschinenbau-Ingenieurin auf die Laufstrecke und verteidigte ihren Vorsprung. „Im Laufen tun Vanessa und ich uns nicht viel“, bilanzierte Lemper.

Scheller im Doppeleinsatz

Für Verwirrung und ein Novum sorgte der Warendorfer Markus Scheller, der gleich für zwei Staffeln als Läufer im Einsatz war. Zusammen mit dem Warendorfer Schwimmer Sascha Thiel und Radfahrer Marco Pietsch gewann der Langstreckenläufer der LG Ems überlegen und mit deutlichem Vorsprung den Staffel-Wettbewerb. Weil er aber seiner Frau Johanna und Schwiegervater Hans zugesagt hatte, blieb keine Zeit zum Jubeln. Direkt nach dem Zieleinlauf drehte der 33-jährige wieder um, sprintete in die 600 Meter entfernte Wechselzone und hatte dort zwei Minuten Zeit um zu verschnaufen, bis Schwiegervater Hans eintraf und abklatschte. „Das hatte gerade so gepasst. Dabei liegen mir die kurzen Strecken gar nicht so“, erklärte der Marathonspezialist mit Bestzeit von 2:30 Stunden.

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