Handball: ASV Hamm verliert auch das sechste Spiel



Sechstes Spiel, sechste Niederlage: Nach dem 23:29 gegen Wetzlar wartet  Hamm in der Handball-Bundesliga weiter auf den ersten Punktgewinn.

Schmerzhafte Niederlage: Linksaußen Alexander Schulze setzte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit einige Male gut in Szene, trotzdem verlor der ASV Hamm gegen Wetzlar mit 23:29. Foto: Wegener

Hamm (nd) - Viel investiert, nichts erreicht: Als die Gäste aus Wetzlar mit ihren wenigen mitgereisten Fans ausgelassen den ersten Saisonsieg feierten, schlichen die Hammer Spieler mit hängenden Köpfen vom Feld. Wieder mal. Sechstes Spiel, sechste Niederlage: Der Außenseiter bekommt in der Handball-Bundesliga seine Grenzen aufgezeigt – aber dieses 23:29 (10:12) gegen die HSG Wetzlar gestern vor 2073 Zuschauern in der Westpress-Arena tat dem ASV Hamm-Westfalen besonders weh. 

Geschäftsführer Lammers: „Müssen cleverer werden“

„Wir hatten uns mehr ausgerechnet, haben das Spiel aber im Angriff verloren“, sagte der leicht angeschlagene Mait Patrail. Deutlicher wurde Geschäftsführer Thomas Lammers: „So wie sich Wetzlar hier präsentiert hat, hätten wir die Punkte holen müssen. Der Gegner war angezählt. Wenn wir eine Chance haben wollen, die Klasse zu halten, müssen wir cleverer werden.“ Trainer Michael Lerscht attestierte seiner Mannschaft eine „leidenschaftliche und in vielen Phasen gute Leistung“, trotzdem reichte es wieder nicht. „Das tut gerade sehr weh.“ 

Guter Beginn, dann zehn Minuten ohne Tor

„Volle Wucht westfälisch“: Mit diesem Slogan wirbt der ASV seit einigen Jahren in eigener Sache. Die Botschaft, die dahinter steckt, ist klar: Sportliche Power und regionale Verbundenheit und Identität, dafür steht der Verein aus dem Hammer Osten. Volle Wucht – das war der Schlüssel zumindest in den ersten 20 Minuten. Hamm fand gut ins Spiel, hatte mit Jan von Boenigk in der Anfangsphase einen sicheren Schützen und nutzte die erste Überzahl, um sich eine Zwei-Tore-Führung (9:7, 19.) zu erarbeiten. 

Doch dann geriet der Motor ins Stocken. Technische Fehler und Fehlwürfe häuften sich. Zehn (!) Minuten blieb der ASV torlos, und obwohl Vladimir Bozic im Hammer Kasten mit neun Paraden in der ersten Halbzeit überzeugte, zog Wetzlar das Geschehen allmählich auf seine Seite. Linksaußen Alexander Schulze hielt den ASV zu Beginn der zweiten Halbzeit mit drei Treffern im Spiel (15:16, 38.), und auch nach einem zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand (17:22, 49.) kämpfte sich Hamm zurück. 

Individuelle Qualität der Gäste größer

Sechs Minuten vor dem Ende war beim Stand von 21:23 noch alles drin – aber unterm Strich entschieden eine schwache Quote im Angriff gegen die allerdings starke 5:1-Deckung der HSG und die größere individuelle Qualität der Gäste das Spiel. Damit bleibt der ASV weiter punktlos, weiter geht es am Samstag (8. Oktober) gegen Göppingen.

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