Münster marschiert Richtung 3. Liga – Ahlen in Not

Von Norbert Diekmann,

Preußen Münster lässt sich auf dem Weg in 3. Liga durch nichts  aufhalten.  Auch Wiedenbrück jubelte, RW Ahlen in größter Not.

So sehen Sieger aus: Der SC Preußen Münster feiert ein 3:0 gegen den FC Schalke 04 II. Die Tür zur dritten Liga steht weit auf. Foto: Sebastian Sanders

Paderborn/Münster/Ahlen/Wiedenbrück (nd) – Was soll da noch passieren? Preußen Münster hat am Samstag beim 3:0 (1:0) gegen Schalke 04 II bereits den zehnten (!) Sieg in Folge gefeiert und eilt in Riesenschritten dem Aufstieg in die 3. Liga entgegen. Den nächsten herben Rückschlag im Abstiegskampf kassierte RW Ahlen (0:3 gegen Lippstadt), dagegen gewann der SC Wiedenbrück gegen Schlusslicht Straelen nach einer wilden Schlussphase mit 3:2. Zweitligist SC Paderborn verlor in Regensburg 0:1.

Wooten, Bouchama und Langlitz treffen für Münster

Für Preußen Münster verlief der Samstag wie gemalt. 9540 Zuschauer sahen eine überzeugende Vorstellung des Spitzenreiters, der neun Spiele vor Saisonende die Regionalliga weiter mit elf Punkten Vorsprung vor Borussia Mönchengladbach II (4:3 in Bocholt) anführt und noch eine Partie weniger ausgetragen hat als der Tabellenzweite.

Die Preußen, bei denen erwartungsgemäß Tom Müller den an Corona erkrankten Max Schulze Niehues im Tor vertrat und Niko Koulis für den angeschlagenen Simon Scherder spielte, kamen schwungvoll aus der zweiwöchigen Pause und ließen ihren Anhang bei Kaiserwetter früh jubeln. Andrew Wooten traf nach einer Flanke von Sturmkollege Gerrit Wegkamp aus sehr spitzem Winkel zum 1:0 (6.). Die frühe Führung beflügelte die Preußen, die in der Folge aber beste Chancen durch Wooten (9.), Grote (28.) und Wegkamp (32.) ausließen. Zu allem Überfluss verschoss Lorenz auch noch einen Foulelfmeter (57.), den Nachschuss setzte er aus kurzer Distanz deutlich über die Latte. So sehr die Schalker in der Defensive gegen gut kombinierende, aber diesmal wenig effiziente Preußen ihre Probleme hatte, vorne setzten sie durchaus Nadelstiche. Niklas Castelle vergab früh die Chance zur Führung (5.) und später den möglichen Ausgleich (37.). Nach dem 2:0 (70.) durch den sehr starken Yassine Bouchama war das Spiel entschieden, Alexander Langlitz setzte den Schlusspunkt zum 3:0 (90.+1.).

0:3 gegen Lippstadt – Ahlen kassiert vierte Niederlage in Folge

RW Ahlen taumelt dem Abstieg in die Oberliga entgegen, der Effekt des neuerlichen Trainerwechsel scheint schon wieder verpufft. Gegen den SV Lippstadt unterlag die Mannschaft von Markus Kaya mit 0:2, es war die vierte Niederlage in Folge. Marvin Mika (20.), Henri Carlo Matter (75.) und Gerrit Kaiser (90.+2) trafen für die Gäste, die einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machten.

Wiedenbrück feiert wichtigen 3:2-Sieg

Einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf feierte der SC Wiedenbrück, der gegen den Tabellenletzten und designierten Absteiger SV Straelen am Samstag einen sicher geglaubten Sieg fast noch aus der Hand gab, aber letztlich doch triumphierte. Die Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann führte nach den Toren von Saban Kaptan (32.) und Leon Tia (47.) bereits mit 2:0, eheoch in einer chaotischen Schlussphase erzielte Mata per Elfmeter zunächst das 2:1 (86.), in der 90. Minute glich Harouz für Straelen tatsächlich noch aus. Doch das letzte Worte hatte der SCW, Manfredas Ruzgis traf in der 89. Minute zum 3:2-Sieg.

Paderborn zum vierten Mal in Folge sieglos

Nach dem furiosen Start ins neue Jahr geraten die Aufstiegsplätze für Paderborn nun in immer weitere Ferne. Das 0:1 am Samstag beim abstiegsbedrohten SSV Jahn Regensburg war das vierte sieglose Spiele in Folge, der Rückstand auf den Hamburger SV (0:0 gegen Kiel) auf Rang drei beträgt schon neun Punkte. In Regensburg lieferten die Ostwestfalen eine insgesamt enttäuschende Leistung ab, das entscheidende Tor erzielte der Ex-Paderborner Prince Owusu in der 49. Minute per Foulelfmeter. Hünemeier hatte Owusu im Sechzehner am Fuß getroffen, Schiedsrichter Martin Thomas entschied nach Videobeweis auf Strafstoß. In der Nachspielzeit verpasste Conteh den möglichen Ausgleich. Regensburg feierte den zweiten Sieg in Folge und kletterte vorbei an Arminia Bielefeld (2:2 am Freitagabend gegen Nürnberg) auf Rang 14.

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Von Norbert Diekmann,