Sendenhorster gewinnt Großen Preis von Aachen


Gerrit Nieberg (29) gelingt eine Sensation: Er gewinnt völlig überraschend die bundesweist wichtigste Prüfung im Springreiten.

Nicht aufzuhalten: Reiter Gerrit Nieberg hat am Sonntag in Aachen mit seinem Pferd Ben den mit 1,5 Millionen Euro dotierten Großen Preis von Aachen gewonnen. Foto: dpa

Sendenhorst/Aachen (dpa) - Was seinem Vater nie vergönnt war, ist  Gerrit Nieberg aus Sendenhorst auf sensationelle Art gelungen. Völlig überraschend gewann der 29-Jährige am Sonntag den mit 1,5 Millionen Euro dotierten Großen Preis von Aachen zum Abschluss des CHIO und damit die wichtigste Prüfung im Springreiten in Deutschland.

Vater war Olympiasieger

 Als Nieberg mit seinem elf Jahre alten Wallach Ben vor 40.000 begeisterten Zuschauern durchs Ziel des Stechparcours gestürmt war, wurde der zweimalige Team-Olympiasieger Lars Nieberg auf der Tribüne von allen Seiten beglückwünscht. „Ohne ihn wäre alles nicht möglich gewesen. Ich bin ihm sehr, sehr dankbar“, sagte der Sohn über den Vater. Neben der Prämie von 500 000 Euro wird Gerrit Nieberg nun auf der berühmten Siegertafel am Eintritt zum Stadion verewigt. „Ich kann es noch nicht fassen. Das dauert noch einen Moment. Das ist noch irreal“, sagte er. Er habe sich schon über die Nullrunden in den ersten beiden Umläufen gefreut. „Dass es im Stechen zum Sieg reichte, umso besser.“

Letzter Starter im Stechen

 Nieberg war als letzter der fünf Starter zum Stechen gekommen und fing mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt noch den Briten Scott Brash auf Jefferson ab. "Ich habe mich nur auf mich konzentriert und gar nicht gesehen, wie die anderen geritten sind", sagte der Sieger - der nun ein wenig aus dem Schatten seines Vaters tritt. „Da braucht es noch etwas mehr“, meinte Gerrit Nieberg, der auf dem Gestüt in Sendenhorst arbeitet, das sein Vater Lars leitet. „Im Moment genieße ich das alles und bin sehr stolz auf mein Team.“

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