Sturmböen in Kreisen Gütersloh und Warendorf



Mit „Ignatz“ kommt der erste Herbststurm des Jahres auf Deutschland zu. Was in den Kreisen Gütersloh und Warendorf zu erwarten ist.

Es wird windig in Deutschland. Ab Mittwoch kommt der erste Herbststurm nach Deutschland und auch nach Westfalen. Bis Freitag können dabei starke Sturmböen auftreten. Foto: dpa

Kreis Gütersloh/Kreis Warendorf/Essen/Norden (dpa/pa) - Die Menschen in Nordrhein-Westfalen müssen sich auf Unwetter mit schweren Sturmböen einstellen. Am Mittwochmorgen nehme die Bewölkung zunächst zu, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Essen mit.

Unwetterwarnung für NRW

Im Tagesverlauf gibt es einzelne Schauer sowie starke bis stürmische Böen, am Abend können vereinzelte Gewitter auftreten. Die Temperaturen erreichen maximal 14 bis 16 Grad.

In der Nacht zu Donnerstag müssen sich die Menschen in NRW dann auf Sturm einstellen. Ab Mitternacht hat der DWD für das ganze Land eine Sturmwarnung herausgeben. Bis ins Flachland müsse in ganz Nordrhein-Westfalen mit Sturm gerechnet werden, sagte Ines von Hollen, Meteorologin beim DWD in Essen. „Da kann man für keine Region in NRW Entwarnung geben“, sagte sie. Beginnend in der Eifel wandere das Unwetter mit Gewittern in der Nacht zügig über Nordrhein-Westfalen und erreiche in den frühen Morgenstunden Ostwestfalen, erklärte von Hollen.

Temperaturen gehen zurück

Wo es gewittrig werde und regne sowie in exponierten Lagen, bestehe zudem das Risiko von orkanartigen Böen, die mehr als 100 km/h erreichen könnten. Auch für Gipfellagen im Sauer- und Siegerland warnt der DWD vor solchen Windstärken.

Am Donnerstag bleibt es dann meist stark bewölkt, vereinzelt sind Schauer und kurze Gewitter möglich. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 10 und 14 Grad. 

Erst im Laufe des Nachmittags lasse der Sturm langsam von Westen her nach. „Wer morgen die Möglichkeit hat, im Home-Office zu arbeiten, sollte das nutzen“, riet die Meteorologin am Mittwoch. „Wer raus muss, sollte auf sich aufpassen.“ Bäume, die noch Laub trügen, könnten entwurzelt werden, lose Dachziegel umherfliegen oder nicht ausreichend gesicherte Baugerüste zur Gefahr werden, warnte von Hollen.

Windstärke 9 wird erreicht

In den Kreisen Gütersloh und Warendorf zeigt sich das Wetter insgesamt sehr wechselhaft in den kommenden Tagen. Bis Freitag ist immer mal wieder mit Regen zu rechnen, der auch kräftiger ausfallen kann. Während am Mittwoch noch Temperaturen von 18 bis 19 Grad erreicht werden, kühlt es sich bis Freitag in der Region auf 9 bis 10 Grad merklich ab.

Windstärken von 0 bis 12:

  • 0: 0 - 1 km/h
  • 1: 1 - 5 km/h
  • 2: 6 - 11 km/h
  • 3: 12 - 19 km/h
  • 4: 20 - 28 km/h
  • 5: 29 - 38 km/h
  • 6: 39 - 49 km/h
  • 7: 50 - 61 km/h
  • 8: 62 - 74 km/h
  • 9: 75 - 88 km/h
  • 10: 89 - 102 km/h
  • 11: 103 - 117 km/h
  • 12: ab 118 km/h   (gl)

Hinzu kommt ab Mittwoch zunehmender Wind, der bis zu Windstärke 9 erreichen kann. Am Donnerstag sind Böen mit bis zu 80 km/h zu erwarten. Am Freitag sind es immerhin noch Böen, die eine Geschwindigkeit von mehr als 60 km/h erreichen. 

Hochwasser an der Küste

An der Nordseeküste sieht die Lage anders aus. Wie der Sturmflutwarndienst des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWNK) in Norden mitteilte, besteht für das Mittagshochwasser am Donnerstag sowie für das Hochwasser in der Nacht zum Freitag die Gefahr einer leichten Sturmflut. Bei Sturmböen aus West und Nordwest kann die Flut dann etwa einen Meter höher auflaufen als das mittlere Tidehochwasser. Strände und Vorländer können überflutet werden.

Leichte Sturmfluten seien im Herbst und Winter nichts ungewöhnliches, betonte NLWKN-Sprecher Carsten Lippe. Im langjährigen Mittel können leichte Sturmfluten laut NLWKN statistisch bis zu zehn Mal in der Saison zwischen September und April auftreten.

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