Sturmtief „Ignatz“: Zugverkehr in NRW rollt wieder an



Sturmtief „Ignatz“ zieht über NRW hinweg, aber nicht so heftig wie befürchtet. Dennoch gibt es Probleme, vor allem im Bahnverkehr.

Reisende stehen in der Halle des Kölner Hauptbahnhofs vor der Anzeigetafel. Wegen des Sturmtiefs hatte die Deutsche Bahn den Fernverkehr zwischenzeitlich eingestellt. Foto: dpa

Arnsberg/Düsseldorf/Kreis Gütersloh/Kreis Warendorf (dpa/pa) - Trotz zahlreicher Einsätze für die Feuerwehren sind nach Angaben des Innenministeriums von NRW größere Schäden durch das Sturmtief vom Donnerstag zunächst ausgeblieben. Bis zum Morgen hatten die Feuerwehren 366 Einsätze gezählt, schwerpunktmäßig in den Regierungsbezirken Arnsberg (110) und Köln (79).

Vor allem umgestürzte Bäume

Rund 1800 Kräfte seien im Einsatz gewesen. Sie hätten vor allem umgestürzte Bäume oder liegengebliebene Fahrzeuge beseitigt. Die Polizei zählte bis zum Morgen 36 witterungsbedingte Verkehrsunfälle - jedoch ohne Schwerverletzte. 

Dennoch mahnte das Innenministerium weiter zur Vorsicht: „Wenn Sie sich unbedingt im Freien aufhalten müssen, meiden Sie Wälder und achten Sie auch in den Städten auf herumfliegende und herabfallende Objekte. Ein gelegentlicher Blick in Baumkronen oder auf Dächer in Ihrer Nähe kann Leben retten“, sagte Innenminister Herbert Reul laut Mitteilung.

Ruhige Situation

In den Kreisen Gütersloh und Warendorf war die Lage auch ruhig. Dort waren Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h vorhergesagt worden. Von der Kreisleitstelle Gütersloh hieß es am Morgen um 7.30 Uhr: „Bisher sind zwei umgeknickte Bäume in Rietberg und Verl gemeldet worden.“

Nachdem der Fernverkehr wegen Sturmschäden in Nordrhein-Westfalen am Donnerstagmorgen komplett eingestellt worden war, rollen seit dem Mittag auf einigen Strecken wieder erste Fernzüge. Wie die Deutsche Bahn am Mittag mitteilte, werde der Zugverkehr auf ersten Strecken nach und nach wieder aufgenommen. Es komme jedoch weiter zu Ausfällen und Verspätungen in weiten Teilen Deutschlands. Wie lange die Behinderungen andauerten, sei noch nicht abzusehen.

Bahnverkehr rollt wieder an

So dauern die Aufräumarbeiten auf der Strecke Düsseldorf und Köln weiter an, auch sei die ICE-Strecke nach Wuppertal noch nicht befahrbar, sagte ein Sprecher. Die Bahn riet, sich vor Fahrtantritt zu informieren.

Auch im Regionalverkehr müssen Reisende schon den ganzen Tag mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen, so der DB-Sprecher. Die Reparaturtrupps der Bahn seien zu mehr als einem Dutzend Schadensstellen ausgerückt. Der Sturm hatte seit der Nacht Äste und Bäume auf Gleise oder in Oberleitungen geweht.

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