Verfügbares Jahreseinkommen in den Kreisen gestiegen



Das verfügbare Jahreseinkommen ist 2019 in NRW gestiegen. In den Kreisen Gütersloh und Warendorf fiel das Plus aber unterschiedlich aus.

Im Jahr 2019 hatten die Menschen in NRW pro Kopf ein höheres verfügbares Jahreseinkommen. Foto: dpa

Düsseldorf/Kreis Gütersloh/Kreis Warendorf (dpa/pa) - Das verfügbare durchschnittliche Jahreseinkommen in Nordrhein-Westfalen pro Einwohner ist 2019 rein rechnerisch auf 23.093 Euro gestiegen. Das waren im Vergleich zum Vorjahr 631 Euro oder 2,8 Prozent mehr, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag weiter mitteilte.

Indikator für lokale Kaufkraft

Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die Statistiker die Einkommenssumme, die den Haushalten abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich empfangener Sozialleistungen zur Verfügung steht. Es gilt als Indikator für die lokale Kaufkraft.

Mit 53.601 Euro wies Attendorn im Kreis Olpe das höchste verfügbare Einkommen je Einwohner auf. Schalksmühle im Märkischen Kreis (37.686 Euro) und Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss (34.194 Euro) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Am unteren Ende der Skala rangierten Gelsenkirchen (17.015 Euro) und Kranenburg im Kreis Kleve (16.990 Euro).

1000 Euro mehr im Kreis Gütersloh zur Verfügung

Rechnerisch kamen auf jeden Einwohner Kölns 23.339 Euro. In Düsseldorf lag das verfügbare Einkommen bei durchschnittlich 27.199 Euro.

Im Kreis Gütersloh stieg das durchschnittliche Jahreseinkommen derweil um rund 2,5 Prozent auf 25.606 Euro. Im Jahr zuvor lag der Wert bei 24.986 Euro. In Rietberg kamen der Statistik zufolge auf jeden Einwohner 27.833 Euro. Damit lag die Stadt kreisweit ganz vorne - knapp vor Schloß Holte-Stukenbrock (27.539 Euro). Schlusslicht war Harsewinkel (22.972 Euro).

Dreinsteinfurt ganz oben

Statistik (in Euro): Kreis Gütersloh: Borgholzhausen (24.440), Gütersloh (25.044), Halle (23.627), Harsewinkel (22.972), Herzebrock-Clarholz (25.756), Langenberg (24.755), Rheda-Wiedenbrück (26.510), Rietberg (27.833), Schloß Holte-Stukenbrock (27.539), Steinhagen (26.146), Verl (26.636), Versmold (23 655), Werther (26.151); Kreis Warendorf: Ahlen (22.265), Beckum (23.022), Beelen (23.269), Drensteinfurt (27.845), Ennigerloh (23.753), Everswinkel (25.695), Oelde (26.189), Ostbevern (24.916), Sassenberg (22.112), Sendenhorst (25.592), Telgte (26.279), Wadersloh (23.315), Warendorf (27.330) (gl)

Etwa 1000 Euro weniger betrug 2019 das durchschnittliche Jahreseinkommen pro Kopf im Kreis Warendorf (24.607 Euro). Und das, obwohl das Plus im Vergleich zum Vorjahr mit rund 3,4 Prozent (798 Euro) größer war. Das höchste verfügbare Einkommen je Einwohner verzeichnete Drensteinfurt mit 27.845 Euro, das geringste Sassenberg mit 22.112 Euro.

Die höchsten Zuwächse beim verfügbaren Einkommen im Vergleich zum Jahr 2018 ermittelten die Statistiker für Straelen im Kreis Kleve (plus 6,7 Prozent) und die Stadt Hamm (plus 5,0 Prozent). Die geringsten Zuwächse erzielten Schalksmühle im Märkischen Kreis (plus 0,8 Prozent) und Attendorn im Kreis Olpe (plus 0,6 Prozent).

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