Waffenverbotszone in den Hauptbahnhöfen Essen und Gelsenkirchen


Gefährliche Gegenstände dürfen in den Bahnhöfen nicht mitgeführt werden. Erst kürzlich wurde eine solche Waffenverbotszone in Dortmund und Bochum eingerichtet.

Die Bundespolizei wird in der kommenden Woche in den Hauptbahnhöfen Essen und Gelsenkirchen eine Waffenverbotszone einrichten. Für den Dortmunder Hauptbahnhof galt ein solches Verbot vom 16. bis 21. November. Foto: dpa

Essen/Gelsenkirchen (gl) - Die Bundespolizei wird in der kommenden Woche, vom 30. November bis 5. Dezember, in den Hauptbahnhöfen Essen und Gelsenkirchen eine Waffenverbotszone einrichten. Gefährliche Gegenstände, mit denen Menschen verletzt werden können, dürften dann dort nicht mitgeführt werden. Die Bundespolizei kündigte zugleich verstärkte Kontrollen an. Zuwiderhandlungen gegen das Verbot können den Angaben zufolge mit einem Platzverweis, Bahnhofsverbot, Beförderungsausschluss oder einem Zwangsgeld geahndet werden.

Kein nennenswerter Rückgang der Gewaltdelikte

Trotz der Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie verzeichnete die Bundespolizei keinen nennenswerten Rückgang der Gewaltdelikte im Zusammenhang mit gefährlichen Gegenständen in den genannten Hauptbahnhöfen, heißt es in einer Mitteilung. Dabei kamen nach Angaben der Polizei auch immer wieder gefährliche Gegenstände zur Anwendung. Einsatzkräfte stellten Messer in verschiedenen Größen und Ausführungen wie Springmesser und Einhandmesser, aber auch andere gefährliche Gegenstände wie zum Beispiel ein Sturmgewehr sicher. Gerade Messer würden demnach immer wieder zu schweren und mitunter tödlichen Verletzungen führen.

Waffenverbotszonen in den Bochum und Dortmund

Für die Zeit vom 16. bis 21. November hatte die Bundespolizei eine Waffenverbotszone bereits an den Hauptbahnhöfen in Dortmund und Bochum eingerichtet. Warum eine solche Zone nur temporär eingerichtet werden kann, erklärte Anne Rohde, Pressesprecherin der Bundespolizeiinspektion Dortmund, auf Anfrage der „Glocke“.

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