Weitere Einschränkungen im Zugverkehr in NRW


Wer Bahn fährt, muss ohnehin schon Geduld mitbringen. Aktuell spitzt sich die Lage in NRW weiter zu. Eine Übersicht, wo es derzeit hakt.

Die Einschränkungen im Bahnverkehr nehmen weiter zu. In NRW kommt es auf mehreren Strecken zu Ausfällen. Symbolfoto: dpa

Dortmund/Münster/Düsseldorf (gl) - Aufgrund der angespannten Personallage durch einen hohen Krankenstand bei DB Regio NRW kommt es seit Montag zu Einschränkungen im Zugverkehr. Wie überall in Deutschland ist auch die DB wieder von steigenden Coronafällen betroffen, was sich regional auswirken kann.

Eingeschränkter Sommerfahrplan

Zusätzlich bindet das sehr hohe Baugeschehen Kapazitäten in den Leitstellen und bei den Triebfahrzeugführern. Deshalb fahre DB Regio NRW bis zum 18. September einen eingeschränkten Sommerfahrplan mit rund 95 Prozent des regulären Zugangebotes, teilt das Unternehmen mit. Die DB setzt ihn in Abstimmung mit den zuständigen Aufgabenträgern Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Nahverkehr Rheinland (NVR) und Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) um. Dort, wo Zugverbindungen ausfallen müssen, gibt es in aller Regel parallel laufende Linien.

Unter anderem sind in Westfalen-Lippe folgende Linien betroffen: Auf der Linie RB 32 (Duisburg – Gelsenkirchen – Herne – Dortmund) verkehren montags bis freitags täglich acht Züge in jede Richtung. Sie werden im Auftrag von DB Regio von der Centralbahn gefahren. Am Wochenende fallen die Züge der RB 32 aus.

Welche Strecken in NRW betroffen sind

Bereits seit dem 30. Juli entfallen an den Wochenenden die Züge der Linie RB 40 zwischen Essen über Witten nach Hagen ab 30. Juli. Auf dem Streckenabschnitt können Reisende auch auf die Linie RE 16 ausweichen.

Auf der RB 46 von Gelsenkirchen über Wanne-Eickel nach Bochum fährt DB Regio NRW montags bis freitags weiter im Stundentakt. An Wochenenden wird Schienenersatzverkehr angeboten.

Auf der Linie RE 42 zwischen Münster und Essen entfällt der Zwischentakt. Fahrgäste können auf den parallel verlaufenden RE 2 ausweichen, der bei ausgewählten Verbindungen morgens und abends auch Unterwegshalte der RE 42 zwischen Münster und Essen anfährt.

Wo man sich informieren kann

Die DB rät Bahnkunden, sich über die Fahrplanauskunft unter www.zuginfo.nrw, www.bahn.de und im DB Navigator zu informieren. Die Fahrplanauskunft zeigt ausfallende Verbindungen kurzfristig an. Um Personalengpässe zu beheben, setzt die DB nach eigenen Angaben unter anderem auf ihre Joboffensive. In den vergangenen Jahren hat die DB bundesweit Jahr für Jahr auf Rekordniveau eingestellt, rund 20.000 Mitarbeiter pro Jahr.

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