Wimmer und Schöpf lassen Arminia in Frankfurt jubeln



Arminia Bielefeld hat einen Lauf. Elf Punkte holten die Ostwestfalen aus den letzten fünf Spielen. Am Freitag gab es ein 2:0 in Frankfurt.

Arminias Österreicher jubeln: Patrick Wimmer (r.) erzielte die frühe Führung selbst (5.) und bereitet dann traumhaft das 0:2 durch Alessandro Schöpf (l.) vor. Foto: dpa

Frankfurt (nd) - Der „Ostwestfalen-Messi“ hat wieder zugeschlagen. Arminias junger Österreicher Patrick Wimmer, der nach einer traumhaften Torvorlage Ende November gegen Wolfsburg bereits mit dem sechsmaligen Weltfußballer aus Argentinien verglichen wurde (wenn auch mit einem Augenzwinkern), gab am Freitagabend erneut ein paar Kostproben seines Könnens und führte Arminia Bielefeld zum 2:0 (2:0)-Sieg bei Eintracht Frankfurt. 

Wimmers „Rabona“-Flanke vor dem 0:2

Das frühe 0:1 (5.) erzielte er selbst, und das 0:2 (28.) legte er spektakulär auf. Per „Rabona“-Flanke – er drehte den rechten Fuß hinter das Standbein und brachte den Ball nach innen – bediente der 20 Jahre alte Flügelstürmer seinen einlaufenden Landsmann Alessandro Schöpf, der die Kugel mit der Brust über die Linie drückte und nach 70 (!) torlosen Bundesliga-Spielen endlich wieder einen Treffer bejubeln durfte.

Großes Kino aus Bielefelder Sicht im Frankfurter Stadion. Die Ostwestfalen bestachen durch Effektivität und eine enorme Laufbereitschaft und verdienten sich drei eminent wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Arminias Zwischenspurt ist beachtlich: Aus den vergangenen fünf Spielen holten die Ostwestfalen elf Punkte und kletterten zumindest über Nacht auf einen Nichtabstiegsplatz.

„Ich hatte kein Vertrauen in meinen linken Fuß, deshalb hab’ ich ihn so genommen“, sagte Wimmer zu seiner sehenswerten Torvorlage. „Das war eine super Teamleistung“, freute sich Trainer Frank Kramer. 

Arminias Matchplan geht auf

Der Matchplan der Arminen ging perfekt auf. Sie überließen Frankfurt weitgehend das Mittelfeld und lauerten immer wieder auf schnelle Umschaltaktionen nach. Und es waren die Österreicher Wimmer und Schöpf, die die starke Leistung mit ihren Toren krönten. Frankfurt rannte an, kam aber nur zu wenigen klaren Möglichkeiten. Jesper Lindström vergab freistehend vor Stefan Ortega Moreno (16.), und die zweite große Eintracht-Chance durch Rafael Borré vereitelte Arminias Torhüter mit einer starken Fußabwehr (35.).

Serra stürmt für Lasme, Klos auf der Bank

Fünf Tage nach dem 2:2 gegen Fürth hatte Trainer Frank Kramer nur eine personelle Änderung vorgenommen. Janni Serra stürmte für Bryan Lasme. Fabian Klos saß zunächst auf der Bank, ebenso wie Gonzalo Castro. Aber beide Routiniers kamen später rein und halfen mit, den Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.