Wirtschaftsminister rufen zum Sparen von Gas auf


Mona Neubaur bringt es auf den Punkt: „Jede gesparte Kilowattstunde zählt“, hieß es am Freitag auf der Konferenz der Wirtschaftsminister.

Bei der Frühjahrskonferenz der Landeswirtschaftsminister in Dortmund: v.l. Sven Schulze (Sachsen-Anhalt), Jürgen Barke (Saarland) und Mona Neubaur (Nordrhein-Westfalen).

Dortmund (dpa) - Die Wirtschaftsminister der Bundesländer haben nach ihrer Frühjahrskonferenz in Dortmund an Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger appelliert, angesichts der im Winter drohenden Engpässe Gas einzusparen. 

Neubaur: „Jede Kilowattstunde zählt"

"Wir sind uns einig: jede Kilowattstunde zählt", sagte die Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz, die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne), nach dem Treffen am Freitag in Dortmund. Es gehe jetzt darum, die Gasspeicher vor dem Winter so gut wie möglich gefüllt zu bekommen. 

Barke: „Sparen sichert Arbeitsplätze“

Der Saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) sagte, es gebe große Sorgen, dass nach der anstehenden Wartung der Gaspipeline Nord Stream 1 die Lieferungen aus Russland nicht wiederaufgenommen würden. Es sei deshalb im Interesse aller Beteiligten in Deutschland, schon jetzt Gas zu sparen. Die Einspareffekte seien gut für den eigenen Geldbeutel, aber auch wichtig zur Sicherung der Arbeitsplätze. 

An die Bundesregierung appellierte die Wirtschaftsministerkonferenz, ihre Anstrengungen für eine langfristige Sicherung von Rohstoffen, Energiebezugs- und Absatzmärkten weiter zu verstärken. Die ungesunde Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen müsse so schnell wie möglich beendet werden. 

An manche Maßnahmen vor vier Monaten „nicht im Traum gedacht“

Neubaur betonte, Bund und Länder zögen bei der Bewältigung der Krise an einen Strang. "Wir sind uns der Verantwortung als Wirtschaftsminister jedes einzelnen Landes vollkommen bewusst, wie notwendig es ist, die Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten - auch mit Maßnahmen, an die wir alle zusammen vor vier Monaten vielleicht noch nicht einmal im Traum gedacht haben", sagte Neubaur. 

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