Arteon Shooting Brake der eleganteste VW 
Fotos: VW
In der neuen Karosserievariante Shooting Brake wird der Arteon sicherlich mehr Käufer finden als bisher. Die Abmessungen entsprechen nahezu denen des Passat, der Radstand des Arteon ist aber fünf Zentimeter länger.
Fotos: VW

Der ist vergleichsweise geringe 885 Euro teurer als der ab 44 000 Euro angebotene normale Arteon und wie dieser in der zweiten Jahreshälfte erhältlich. Der noble Ableger des in den Abmessungen nahezu identischen Passat war bislang ein recht seltener Gast auf Deutschlands Straßen. Allerdings einer, nach dem sich der eine oder andere Verkehrsteilnehmer und Passant sehr wohl umsieht. Beim Shooting Brake wird das noch sehr viel öfter geschehen. Denn den Designern ist mit dieser Version ein richtiger Hingucker gelungen.

Das Dach fällt leicht nach hinten ab, lange Fensterflächen prägen die Seitenansicht, ein Dachkantenspoiler sowie ein kleinen Spoiler-Stummel auf der Heckklappe die Rückansicht. Trotz der Dachlinie soll die Kopffreiheit in der zweiten Reihe größer sein als beim normalen Arteon, das Kofferraumvolumen ist auf jeden Fall größer, und zwar um 75 Liter (bis zu 1632 Liter), die Ladefläche beträgt bei beiden Karosserievarianten 2,09 Meter.

 Da der Radstand mit 2,84 Meter fünf Zentimeter länger als beim Passat ist, erwartet die Mitreisenden auf der Rückbank eine noch üppigere Beinfreiheit.

Ein schöner Rücken ....: Sanft nach hinten abfallendes Dach, Spoiler-Stummel auf der Heckklappe, lange Fensterfront.
Äußerlich hat sich nicht viel getan, am ehesten ist der neue Modelljahrgang am geänderten Tagfahrlicht zu erkennen. Das verläuft nun quer durch den Kühlergrill und verbindet die Enden der LED-Leisten in den Scheinwerfern. Im Innenraum haben das derzeit modernste, weil rein digitale Cockpit (9,2-Zoll-Display) und Infotainmentsystem (10,25-Zoll-Touchscreen) des VW-Programms Einzug gehalten.

Unter der Haube kommt erstmals beim Arteon auch ein Plug-in-Hybrid zum Einsatz. Der 115 PS starke 1,4-l-Benziner und ein E-Motor bieten zusammen 218 PS, der 13-kWh-Akku soll eine elektrische Reichweite von 54 Kilometern ermöglichen. Außerdem wird der 2,0-l-Benziner mit 190, 280 und 320 (R-Version) PS angeboten, den 2,0-l-Diesel gibt es mit 150 und 200 PS.

Die Stickoxide sollen dank des doppelten Katalysator-Systems um bis zu 85 Prozent gesenkt worden sein. Fahrleistungen, Verbräuche und Abgasnormen wurden noch nicht veröffentlicht.

 

 

Daten & Fakten

Erster Versuch: Von 2002 bis 2016 hatte sich VW mit dem Phaeton in den Premium-Bereich gewagt, und für das Modell extra die „Gläserne Manufaktur“ in Dresden errichtet.

Zweite Karosserievariante: 2016 wurde der Arteon das neue Flaggschiff der Wolfsburger. Er löste die Coupé-Limousine CC ab. Mit dem großen Facelift schickt VW nun die Shooting Brake genannte zweite Arteon-Version ins Rennen.

Woher kommt der Name? Ein „Brake“ war ein Fuhrwerk ohne eine Ladefläche, das abgebremst wurde, um den Widerstand ungezähmter Pferde zu brechen und sie so fürs Arbeiten zu trainieren. Leichte, seitlich offene Aufbauten wurden als rollender Schießstand für die Jagd genutzt – der Name Shooting Brake war geboren. Mercedes erinnerte sich als Erster des alten Begriffes und nahm die Coupés CLS und CLA als Shooting Brake ins Programm.

 

SOCIAL BOOKMARKS