Der 1er-Kandidat der Kompaktklasse
„Hängebauchschwein“ war gestern: Der Durchhang zwischen den Achsen ist einer geraden Linie gewichen. Der neue 1er erhielt große Frontscheinwerfer (mit der jetzt BMW-typischen Blende) und einen dreigeteilten Lufteinlass.

Und so wurde der neue 1er nicht nur länger (+90 mm, jetzt 4324 mm) und breiter (+20 mm, 1765 mm), erhielt er nicht nur einen um 50 auf jetzt 2690 mm verlängerten Radstand, sondern vor allem modernere, stärkere und trotzdem deutlich sparsamere Motoren als die erste Generation.

Zum Beispiel die 1,6-l-Vierzylinder-Benziner, die aus der Zusammenarbeit mit dem französischen PSA-Konzern (Peugeot/Citroen) stammen, die man aber auch schon aus dem Mini kennt. Sie verfügen serienmäßig über eine Start-Stopp-Automatik, Direkteinspritzung und Turbounterstützung und bieten 136 beziehungsweise 170 PS bei Normverbräuchen zwischen lediglich 5,5 und 5,9 l/100 km.

Den 2,0-l-Vierzylinderdiesel verkauft BMW unter den etwas irreführenden Bezeichnungen 116d, 118d und 120d in den Leistungsstufen 116, 143 und 184 PS (Normverbrauch zwischen 4,3 und 4,6 l/100 km). Alle Motoren sind serienmäßig an ein Sechsgang-Handschaltgetriebe gekoppelt, auf Wunsch und gegen Aufpreis (ab 2150 Euro) gibt es die famose Achtstufen-Automatik.

Die äußere Optik der kleinsten und jetzt erwachsener wirkenden BMW-Baureihe hat deutlich gewonnen. Vor allem in der Seitenansicht. Der „Durchhang“ zwischen den Achsen, der dem 1er den Spitznamen „Hängebauchschwein“ eingebracht hatte, ist verschwunden.

Wie auch der Platzmangel in der zweiten Sitzreihe, kommen doch immerhin 21 der 30 Millimeter mehr Radstand der Kniefreiheit der Hinterbänkler zugute. Das Cockpit ist bei BMW ja traditionell auf den Fahrer zugeschnitten, beim neuen 1er aber ist die Asymmetrie auch noch farblich betont worden.

Überhaupt hat es BMW neuerdings mit den Farben. Wer zum Beispiel die Ausstattungslinie „Urban“ wählt, bekommt unter anderem weiße Felgen, weiße Außenspiegelkappen und weiße Zierelemente im Innenraum. Alles eine Frage des Geschmacks halt. Auf allgemeine Zustimmung indes werden die hervorragenden Sitze, die direkte Lenkung und vor allem die Fahrdynamik stoßen. Denn die ist in ihrer (Kompakt-)Klasse auch weiterhin das Maß aller Dinge.

SOCIAL BOOKMARKS