Der IAA-Star der Marke mit dem Stern
CORRECTION - (corrects car's name) - Dieter Zetsche, CEO of German car maker Daimler AG, poses next to the Mercedes F125 concept car at the international car show IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) in Frankfurt/M., western Germany, on September 13, 2011. The world's biggest motor show, the IAA, is running from September 15 to 25, 2011.  AFP PHOTO  THOMAS KIENZLE

 Im Wasserstoff sieht der Daimler-Chef die Zukunft der automobilen Fortbewegung.Nicht im Hybrid, nicht im Elektroantrieb. Dass ihm viele da noch nicht folgen wollen oder können, ist dem Mann aus Stuttgart dabei völlig klar: „Für die meisten ist die Brennstoffzelle doch so etwas wie der Oger Shrek aus dem gleichnamigen Animationsfilm: „grün, sympathisch, aber nicht real“.

Ganz real aber ist dann das viersitzige Forschungsfahrzeug Mercedes F 125, das Zetsche auf die Bühnen fahren lässt und mit erneut launigen Worten kommentiert: „Der F125 ist mindestens so grün ist wie Shrek – aber deutlich schöner“.

Da hat er Recht. Denn der fünf Meter lange, fast zwei Meter breite und dabei nur 1,43 Meter hohe Flügeltürer mit einem Radstand von immerhin 3,33 Metern ist eine durch und und durch attraktive Erscheinung. Die Karosserie wiegt nur 250 Kilogramm, das ganze Fahrzeug lediglich 1700 Kilogramm. Eine B-Säule gibt es nicht, wohl aber zwei riesige und dennoch leichte Flügeltüren. Möglich wird das durch die Verwendung von Karbonfasern, glasfaserverstärktem Kunststoff, Aluminium und hochfester Stähle.

 Der F125 steht auf wuchtigen 23-Zöllern, jedes Rad wird einzeln von der Batterie angesteuert. Während die beiden Vorderräder jeweils 50 kW/68 (75 Nm) auf die Straßen übertragen, sind es hinten jeweils 100 kW/136 PS und zweimal 200 Nm. Zetsche spricht von einer Dauerleistung von 231 PS und einer Spitzenleistung von 313 PS, von 4,9 Sekunden für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h.

 Und von einem Verbrauch, der bei einem Dieseläquivalent von 2,7 l/100 km liegt. Noch erstaunlicher aber ist die Reichweite des F125, der rein batterie-elektrisch 50 Kilometer zurücklegen kann: 1000 Kilometer. Dabei gibt es keine Metalltanks mehr.

Vielmehr wird der Wasserstoff in der Fahrzeug-Bodenstruktur gespeichert. Der Wasserstoff speist dann die Brennstoffzelle, die wiederum die neuartige und hinter den Rücksitzen untergebrachte Lithium-Schwefel-Hochleistungsbatterie lädt. Deren Kapazität liegt 100 Prozent über der heutiger Lithium-Ionen-Akkus.

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