Der SL: Wenn ein Guter noch besser wird

Der Mercedes SL vor der Naval Base San Diego, einem der größten Stützpunkte der US-Marine. Hier liegen über 50 Kriegsschiffe – der Großteil der Pazifikflotte der USA.

 Und in Kalifornien vorgestellt. Aus gutem Grund. Schließlich ist der von der Sonne verwöhnte Bundesstaat im Südwesten der USA der größte Markt für diesen offenen Sportwagen „made in Germany“, der nun der „MoPf“ unterzogen wurde – der Modellpflege zur Lebensmitte nach vierjähriger Produktionszeit.

Der SL erhielt eine neue Front in der „aktuellen Mercedes-Designsprache“, der große Grill und die tief heruntergezogene Schürze erinnern an den Supersportwagen GT von AMG. Die Scheinwerfer wurden kleiner und etwas mehr nach innen verlagert, außerdem serienmäßig mit LED-Technik ausgestattet. Das Heck bekam eine neue Schürze, im Innenraum gibt es ein unten abgeflachtes Lenkrad, einen 7-Zoll-Touchscreen und in Sachen Vernetzung eine Art „Update“: So lassen sich zum Beispiel Navigationsziele mit „Remote Online“ vom Computer oder Smartphone direkt ans Auto schicken und die Smartphones mittels „Apple CarPlay“ in das Entertainment-System einbinden.

Das 3510 Euro teure adaptive Fahrwerk „Active Body Control (jetzt mit Kurvenneigefunktion) bügelt die zahlreichen Mängel der oft schlechten kalifornischen Straßen aus. Auf Knopfdruck zeigt der SL nicht etwa seinen wahren Charakter, sondern dank der zur Verfügung stehenden Fahrprogramme gleich deren fünf vom sanften Dahingleiten bis zur wirklich sportlichen Kurvenhatz.

Die Leistung des Einstiegsmodells SL 400 stieg um 34 auf jetzt 367 PS, der Grundpreis bleibt so gerade noch unter der 100 000 Euro-Marke (99 097 Euro). Fast 23 000 Euro teurer ist der SL 500 – für viele Fans „der einzig wahre SL“. Sein 4,7-l-V8 ist ein Prachtstück, der Klang immer wieder faszinierend. Die 455 PS und 700 Nm Drehmoment ermöglichen eine Sprintleistung (0-100 km/h) von 4,3 Sekunden, die jetzt neunstufige Automatik ist hervorragend auf den Motor abgestimmt.

Wer es noch stärker und noch sportlicher mag, sollte sich die beiden AMG-Versionen S 63 (5,5-l-V8, 585 PS) und S 65 (6,0-l-V12, 630 PS) anschauen. Die Top-Version steht mit 239 933 Euro in der Preisliste – dafür bekommt man dann beinahe zwei Mercedes SL 500.

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