Die Fahrmaschine aus Modena
Bild: Alfa Romeo
Keine Frage, Alfa Romeo ist mit dem 4C ein echter Hingucker gelungen
Bild: Alfa Romeo

Irgendwie ist es wie früher beim Aufsatz im Deutsch-Unterricht: Ist der Einstieg erst einmal geglückt, läuft der Rest fast von alleine. Denn der Sportwagen ist nur 1,18 Meter hoch, der Türausschnitt entsprechend knapp, eine hohe Einstiegsleiste doch etwas im Weg. Hat man es auf die Sportsitze geschafft, gilt es die richtige Position zu finden. Der Fahrersitz lässt sich nur geringfügig nach vorne oder hinten verschieben, der Beifahrersitz überhaupt nicht verstellen.

Platz für die Jacke gibt es nicht, sie muss in den „Kofferraum“. Mit 40 Litern Fassungsvermögen ist dieser gerade einmal so groß wie der Tank! Ein Dreh am Zündschlüssel und der 1,8-l-Vierzylinder-Turbo erwacht unmittelbar hinten den beiden Sitzen mit wahrlich imposantem Klang zum Leben. 240 PS warten auf den Start, der 4C schießt auf Wunsch katapultartig los. In 4,5 Sekunden geht es aus dem Stand auf Tempo 100, erst bei 258 km/h wird dem ungestümen Vorwärtsdrang ein Ende gesetzt.

Die 240 PS haben mit dem neuen Italiener aber auch im wahrsten Sinne des Wortes leichtes Spiel. Denn der bringt gerade einmal 995 Kilogramm auf die Waage. Inklusive Fahrer, fahrbereit. Auch der aus der Giulietta bekannte 1,8-l-Vierzylinder-Turbo wurde auf Diät gesetzt, wiegt im 4C gleich 22 Kilogramm weniger. Die nicht einmal 1000 Kilogramm sind optimal verteilt, 40 Prozent auf der Vorderachse, 60 Prozent auf der angetriebenen Hinterachse. Die Lenkung verzichtet übrigens komplett auf jede Art von elektronischer Unterstützung, was aber nur beim Rangieren auffällt, während der Fahrt aber einen richtig direkten Eindruck vermittelt.

 Einen Eindruck von der Fahrbahnoberfläche bekommen die Insassen indes auch direkt vermittelt, liefert das doch recht harte Fahrwerk des 4C praktisch unaufgefordert einen „Straßenzustandsbericht“. 4C-Käufern dürfte das allerdings schnell egal sein. Sie werden gebührend entschädigt. Der Italiener fährt sich wie ein Kart, scheint auf dem Asphalt geradezu zu kleben – viel mehr Spaß als der Alfa macht auf kurvigen Landstraßen derzeit kaum ein anderer.

In Maßen: Länge/Breite/Höhe 3,99/1,86/1,18 Meter, Radstand 2,38 Meter, Kofferraumvolumen 40 Liter, Tankinhalt 40 Liter, Leergewicht 995 Kilogramm.

Der Motor: Mittelmotor, 1,8-l-Vierzylinder-Turbobenziner (Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe) mit 240 PS bei 6000 1/min., maximales Drehmoment 350 Nm (2100-3750 1/min.), 0-100 km/h in 4,5 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 258 km/h, Normverbrauch 6,8 l/100 km, 157 g CO2/km, ab 50 500 Euro.

Alternative zu: Lotus Elise, aber vielleicht auch Porsche Cayman.

Sieht gut aus: im klassischen Alfa-Rot mit 18 Zoll-Felgen vorne und 19-Zoll-Felgen hinten.

Wann kommt er? ab Oktober im Handel, Lieferzeit ca. sechs Monate.

Was kommt noch? Eine Roadster-Version soll bereits in der Planung sein.

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