Die vielseitige Autoschau im Revier

Rund 360 000 Autofans werden diese in den kommenden Tagen passieren und die Exponate der knapp 550 Aussteller mit Sachverstand, Begeisterung aber auch mit kritischen Anmerkungen genauestens unter die Lupe nehmen. Nicht alles wird hier allen gefallen, zu unterschiedlich sind die Geschmäcker und Interessen der Besucher. Während sich die einen zum Beispiel durchaus für einen tiefergelegten Porsche 356 A von 1959 mit modernen, glanzpolierten Felgen begeistern können, ist so etwas für die anderen nicht weniger als die Verschandelung eines Klassikers.

Eine Art Klassiker der Motorshow, gleichzeitig Mittel- und Anziehungspunkt der Halle 11, war stets der riesige Brabus-Stand. Doch wie schon im vergangenen Jahr bleibt der Bottroper Tuner der „EMS“ fern und präsentierte seine feinen Produkte lieber auf einer Messe in Dubai. Dass ist wirtschaftlich auf jeden Fall interessanter. Pikant aber ist, dass Brabus-Chef Bodo Buschmann gleichzeitig Präsident des Verbandes der Deutschen Automobil-Tuner ist. Die meisten anderen wichtigen Tuner sind vor Ort. BMW-Spezialist Alpina zum Beispiel, der seinen 25. Geburtstag unter anderem mit einem „D3 Biturbo Touring Allrad“ feiert (350 PS, 0-100 km/h in 4,5 Sekunden, Spitze 270 km/h).

Einen Abstecher wert sind vor allem die Sonderschauen. Die zum Thema „100 Jahre BMW im Motorsport“, oder die zur Rückkehr des Hockenheimrings in den Formel-1-Kalender (29. bis 31. Juli 2016) mit zahlreichen F1-Rennwagen. In den Hallen 10 und 11 wird Film-Geschichte lebendig.

In der Sonderschau „James Bond“ sind baugleiche Modell von Dienstfahrzeugen des Geheimagenten „007“ zu bewundern. Unter anderem ein wunderschöner Aston Martin DB5 aus dem Baujahr 1964 mit 318 PS starkem 4,0-l-Reihensechszylinder. Aber auch eine BMW R 1200 C, auf der Pierce Brosnan in „Der Morgen stirbt nie“ vor den Bösewichten flüchtet. 15 Maschinen kamen in dieser Szene zum Einsatz – zwölf von ihnen überstanden ihn nicht.

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