Frischzellenkur für den 3er-BMW
Bilder: BMW
Die Münchner liefern dem Dreier jetzt ein äußerlich nur von Fachleuten erkennbares Facelift und spendierten ihrem meistverkauften Modell das Beste aus dem BMW-Motorenregal.
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Was angesichts der direkten Konkurrenten auch durchaus nötig erscheint. Denn die C-Klasse von Mercedes ist noch recht frisch auf dem Markt, während Audi seinen neuen A4 auf der IAA im kommenden Monat erstmals präsentieren und dann kurze Zeit später in dieses hierzulande von den genannten drei deutschen Platzhirschen bestimmte Rennen schicken wird.

Die optischen Änderungen, im Marketingdeutsch spricht man da vom Facelift, halten sich allerdings ganz bewusst in engen Grenzen. Gerade ein 3er muss aussehen, wie man ihn kennt und wie ihn seine Fans lieben. Mit langer Motorhaube und kurzen Überhängen vorne, relativ weit nach hinten versetzter Kabine und einem kurzen, knackigen Heck. Zum Modelljahr 2016 wurden die seitlichen Lufteinlässe in der Frontschürze breiter, der vordere Stoßfänger wurde etwas schärfer ausgeformt, die Leuchten sind jetzt schmaler, ihre LED-Grafik zieht sich nun bis an die BMW-Niere. Die Heckleuchten wurden ebenfalls neu gestaltet, reichen bis an den Kofferraumdeckel und lassen den 3er breiter wirken.

Ein paar zusätzliche Chromakzente, zwischen den Sitzen ist das Bedienfeld in der Mittelkonsole jetzt in glänzendem Schwarz gehalten.
Im Innenraum finden sich jetzt ein paar zusätzliche Chromelemente, das Bedienfeld in der Mittelkonsole ist in glänzendem Schwarz gehalten und mit einer Ambientebeleuchtung versehen.

Das Motorenprogramm hält für jeden Bedarf und Geldbeutel etwas Passendes bereit. Es stehen Drei-, Vier- und Sechszylinder mit Hubräumen von 1,5, 2,0 und 3,0 Litern sowie von 136 bis 326 PS zur Wahl. In den Mittelpunkt des Interesses rückt dabei der neue 3,0-l-Sechszylinder-Turbobenziner mit 326 PS und 450 Nm im 340i. Dieser löst den 20 PS schwächeren 335i ab, soll aber gleichzeitig nach rund zehn Prozent weniger Kraftstoff verlangen. Wer die mindestens 45 950 Euro investiert hat, kommt in den Genuss eines in der Tat bemerkenswerten und vielseitigen Fahrerlebnisses. Denn egal, ob man nun versucht, mit dem stärksten Benziner in die Nähe des Sprint-Bestwertes von 5,1 Sekunden (0-100 km/h) zu kommen, auf die Langstrecke geht oder den 3er einfach nur gleiten lässt, das Fahrwerk auf sportiv-straff oder betont komfortabel gestellt hat – der 340i setzt wirklich Maßstäbe.

Das Modell:  Zur Lebensmitte überarbeiteter (Facelift) 3er-BMW – Limousine oder Touring genannter Kombi. Meistverkauftes Modell des Münchener Herstellers.
In Maßen: Radstand 1,81 m, Kofferraumvolumen 480 l (Touring 495-1500 l).
Allrad: xdrive nennt BMW seine 4x4-Technologie. Sie ist für die meisten Motorisierungen zu haben und kostet 2500 Euro Aufpreis.
Schalten & walten: Serienmäßig mit Sechsgang-Handschaltung. 330d und 335d serienmäßig mit achtstufiger Automatik (bei anderen Modellen 2150 Euro).
Das Top-Modell: Der 335d xdrive, 3,0-l-Sechszylinderdiesel mit 313 PS und 650 Nm, 0-100 km/h in 4,8 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 250 km/h, Normverbrauch 4,8 l/100 km, inklusive Allradantrieb und Achtgang-Automatik ab 51 800 Euro.
Einfache Rechnung: Es gibt den 3er mit drei, vier und sechs Zylindern. Jeder Zylinder bietet nahezu 500 ccm Hubraum, die Motoren beziehen ihre Kraft also aus rund 1500, 2000 und 3000 Kubikzentimetern Hubraum.
Was kommt noch? Plug-in-Hybridmodell mit 258 PS Systemleistung und 36 Kilometern rein elektrischer Reichweite. Start: Mitte 2016.
Die Konkurrenten:  Audi A4 (Weltpremiere auf der IAA im September), Mercedes C-Klasse, Jaguar XE.

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