Ganz schön groß geworden, der Mini
Als richtiger Countryman muss man auch abseits befestigter Straßen eine gute Figur machen können. Mit dem aufpreispflichtigen Allradantrieb („All4“) klappt das zumindest im leichten Gelände. Die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und der Unterfahrschutz sind Serie.

Aus dem Mini-SUV (wobei hier das Fahrzeug-Segment gemeint ist) wurde ein Kompaktklasse-SUV – und der bis heute größte Mini. Ab 11. Februar wird der neue Countryman bei den Händlern stehen und zu Preisen ab 26 500 Euro zu haben sein. Vom bisherigen Modell hatte die britische BMW-Tochter seit der Markteinführung 2010 immerhin 550 000 Exemplare an den Mann, oder besser gesagt an die Frau bringen können, war und ist der Countryman doch überwiegend ein Liebling der weiblichen Kundschaft. Das wird auch bei der Neuauflage nicht groß anders sein.

Diese bietet jetzt mehr Platz in der zweiten Reihe, da auch der Radstand verlängert wurde (um beachtliche sieben Zentimeter). Die Rückbank lässt sich um 13 Zentimeter nach vorne verschieben, ihre Rückenlehne ist im Verhältnis 40:20:40 geteilt und umklappbar. Das Kofferraumvolumen wurde auf 450 Liter vergrößert, nach Umlegen von Rücksitzbank- und -Lehne stehen sogar 1390 Liter zur Verfügung. Die Heckklappe öffnet und schließt sich für 450 Euro Aufpreis elektrisch und zudem auch nach einem Fußkick unter der hinteren Stoßstange von alleine – eine gute Lösung, wenn man im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun hat.

Selbst die Sportsitze könnten eine längere Oberschenkelauflage und mehr Seitenhalt vertragen, der ungewöhnlich lange Schalthebel mag vielleicht als gut gemeinte Erinnerung an frühe Mini-Zeiten durchgehen, ist aber alles andere als ein Hingucker. Am unteren Teil des Lenkrads und auf den Rückseiten der Kopfstützen kündet der eingearbeitete Union-Jack von der britischen Herkunft des Countryman – der allerdings im niederländischen Born produziert wird.

Mit Markteinführung stehen vier bereits aus anderen Mini-Varianten bekannte Motorisierungen zur Wahl: Die beiden Benziner leisten 136 und 192 PS, die beiden Diesel 150 beziehungsweise 190 PS. Wer mehr Leistung möchte, sollte bis Juni und auf die Top-Version John Cooper Works mit 231 PS warten, wer eine saubere(re) Lösung bevorzugt, auf den gleichzeitig erscheinenden ersten Plug-in-Hybriden von Mini (Gesamtsystemleistung 224 PS).

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