Genf: Trend geht zur Kompaktklasse
Das schnellste Straßenmodell, das Ferrari je fertigte, heißt F12berlinetta. Das Coupé leistet  740 PS und erreicht ein Spitzentempo von mehr als 340 km/h. 

Wo es diesmal nicht nur zahlreiche Welt- und Europapremieren gibt, sondern auch Antworten darauf, wohin es in naher Automobil-Zukunft geht. Nämlich doch nicht in Richtung Elektroantrieb.

 Zwar stehen am Genfer See auch einige E-Fahrzeuge, doch der Trend scheint (vorläufig?) gestoppt, bevor er zu mehr werden konnte. Die Hersteller setzen stattdessen auf noch sparsamere, weil auch leichtere Modelle, die meistens trotzdem noch stärker sind als ihre direkten Vorgänger.

Wobei reine Zahlen immer ein relativer Wert sind. Denn sage und schreibe 30 Prozent Kraftstoffeinsparung verlieren etwas von ihrem Glanz, wenn das Fahrzeug noch immer über 15 l/100 km verbraucht. Und so wird der neue Ferrari F12 Berlinetta auch nicht den „Umweltpreis 2012“ gewinnen, wohl aber den des „Star des Salons 2012“: Der 6,2-l-V12 leistet 740 PS, in 3,1 Sekunden geht es aus dem Stand auf Tempo 100, anschließend auf bis zu 340 km/h.

Während der Traumwagen aus dem italienischen Maranello für die meisten ein Traum bleiben wird, zeigt Porsche, dass es nicht unbedingt ein 911 sein muss. Die dritte Generation des Boxster steht ab 12. April zu Preisen ab 48 291 Euro bei den Händlern. Basistriebwerk ist der 2,7-l-Sechszylinderboxer mit 265 PS (Vorgänger 2,9 l mit 255 PS). Audi und Mercedes unterstreichen eindrucksvoll, wie schick es heutzutage in der Kompaktklasse aussehen kann. Die, da sind sich alle Hersteller einig, ist der Wachstumsmarkt der kommenden Jahre. „Nur wer hier gut aufgestellt ist, spielt vorne mit“, erklärte dann zum Beispiel Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche.

 Der neue A3 (auf Basis des für den Sommer angekündigten Golf VII) wurde äußerlich nur vorsichtig weiter entwickelt, innen hingegen völlig neu gestaltet. Nur noch der Name geblieben ist bei der A-Klasse (s. Extratext), VW bringt den GTI erstmals als Cabrio (oder umgekehrt) und im Polo Blue GT als Marken-Premiere die Zylinderabschaltung, durch die sich der 140 PS starke 1.4-l-TSI mit 4,7 l/100 km begnügen soll. Opel enthüllte den Kleinwagen- SUV Mokka – aber auch den Astra OPC auf Basis des GTC. Dank der 280 PS (400 Nm) ist er mit 250 km/h auch der bislang schnellste Astra.

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