Golf GTE sehr sportlich und doch sparsam
Bild: VW
Nach den Elektromobilen E-Up und E-Golf bringt Volkwagen den Golf GTE an den Start, das erste VW-Modell mit an der Steckdose aufladbarem Hybridantrieb.
Bild: VW

Mit dem Benzinmotor erhöht sich die Reichweite laut VW auf insgesamt bis zu 939 Kilometer. „Wir haben das Beste aus zwei Welten zusammengefügt“, verkündete Dr. Heinz-Jakob Neußer, Vorstand der Technischen Entwicklung bei VW, im Rahmen der Fahrpräsentation in Zürich. Der 102 PS starke Elektromotor und der 1,4-Liter-Turbobenziner mit 150 PS kommen im Zusammenspiel auf eine Gesamtleistung von 204 PS. Mit einer Beschleunigung von null auf 100 km/h in 7,6 Sekunden liegt der GTE-Fahrer beim Start an der Ampel weit vorn.

Das Modell: Golf GTE 1.4 TSI Plug-in-Hybrid, Kompaktklasse, Fünftürer.

In Maßen:  Länge/Breite/Höhe 4,27/1,78/1,46 Meter, Radstand 2,63 Meter, Kofferraumvolumen 272 bis 1162 Liter, Leergewicht 1599 Kilogramm.

Die Motoren mit einer Gesamtleistung von 204 PS, 350 Newtonmeter, 0-100 km/h in 7,6 Sekunden: Elektroantrieb – 8,7 kW/h-Lithium-Ionen-Batterie (acht Jahre Garantie), 102 PS, Höchstgeschwindigkeit 130 km/h. 1,4-Liter-TSI-Bezinmotor – Sechs-Gang-Doppelkupplungs-Getriebe, 150 PS, Höchstgeschwindigkeit 222 km/h, CO2-Ausstoß 35 g/km. Serienmäßig: LED-Scheinwerfer, Radiosystem Composition Media mit 6,5-Zoll-Display, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen (optional bis 18 Zoll), Sportsitze im GTI-Stil, Dachhimmel und Seitenverkleidungen in Schwarz. Preis: ab 36 900 Euro. 

Die Motoren arbeiten wie beim konzerninternen Konkurrenzmodell Audi A3 e-tron Hand in Hand. Die technische Basis ist die gleiche. Nur die Bedienbarkeit unterscheidet sich ein wenig. Verlockend ist die GTE-Taste, mit der maximaler Fahrspaß abrufbar ist – weit weg vom Gedanken des sparsamen Fahrens.

Zur Ermittlung des Normverbrauchs legen Vorgaben der EU zugrunde, dass zwei Drittel der Strecke elektrisch und ein Drittel hybridisch zurückgelegt werden. Daraus ergibt sich der praxisferne Durchschnittsverbrauch von 1,5 Liter auf 100 Kilometer. Auf den Teststrecken in und um Zürich waren Werte um 4,9 Liter weitaus realistischer. Weil der Ehrgeiz bei einem Hybriden mitfährt, möchte man das Powermeter links im Armaturenbrett nicht aus den Augen lassen. Es zeigt an, ob die Batterie etwa durch die Bremsenergierückgewinnung bei Bergab-Fahrten aufgeladen wird, oder ob sie Energie verliert.

An den blauen Akzenten außen und im Innenraum des GTE lässt sich erkennen, dass in dem Golf „zwei Welten“ stecken. In der Frontpartie verschmelzen Elemente der GT-Modelle mit denen des E-Golf. Alle Akzente, die beim GTI rot sind, erstrahlen beim GTE in blau. Aus dem E-Golf stammt das C-förmige LED-Tagfahrlicht unter dem Stoßfänger. Blaue Kontrastnähte an Lenkrad, Schalthebel und Sitzen sowie die blau-grau-schwarz-karierten Sitze geben ein stimmiges Bild ab. Wer bereit ist, mindestens 36 900 Euro zu investieren, bekommt ein Hybrid-Auto, das satt und sportlich auf den Straßen liegt.

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