Großraumlimousine auf Spanisch
Größer und breiter als die erste Generation ist der neue Alhambra geworden. Auch beim Radstand legte der Spanier zu.

Das wurde auch Zeit, schließlich lief die spanische Variante genau wie das deutsche Schwester-Modell Sharan immerhin 14 Jahre von den Bändern. In der Automobil-Industrie eine Ewigkeit. Für Sharan I und Alhambra I ging es also in den wohlverdienten Ruhestand, vom baugleichen Dritten im Bunde, dem Ford Galaxy, hat man sich bei der Neuauflage verabschiedet und setzt nun auf eine harmonische Zweier- statt Dreierbeziehung.

Wie der exakt 1400 Euro teurere Sharan ist dann logischerweise auch der Alhambra länger (+ 220 mm, jetzt 4850 mm), und breiter (+ 90 mm, jetzt 1900 mm) geworden, legte er aber auch beim Radstand auf jetzt beachtliche 2920 Millimeter zu. Das kommt sowohl den Passagieren als auch dem Gepäckraumvolumen zugute. Letzteres variiert je nach Bestuhlung zwischen 267 Liter beim Siebensitzer bis zu 2430 Liter, wenn das Gestühl der zweiten Reihe umgelegt wird und der Alhambra so zum Transporter wird. Dabei genügt übrigens ein Handgriff, um die hinteren Sitze völlig eben in den Fahrzeugboden zu versenken.

Praktische Schiebetüren

Die Zeiten, als diese auch beim Alhambra umständlich ein- und ausgebaut werden mussten, sind zum Glück vorbei. Praktisch sind auch die beiden seitlichen Schiebetüren (der Mehrpreis für die elektrisch betriebene Variante lohnt sich) und die Verschiebbarkeit der drei Einzelsitze der zweiten Reihe um 16 Zentimeter in der Längsrichtung. Vor allem, wenn man sie nach vorne schiebt, dürfte einem aus der aufpreispflichtigem dritten Reihe, deren Sitze man bei längeren Strecken besser nur Kindern anbieten sollte, ein zweistimmiges „Dankeschön“ entgegen schallen.

Der Innenraum erinnert stark an den Sharan, die Spanier haben nur im Detail eigene Akzente gesetzt. Aber (fast) VW-Niveau zum Seat-Preis ist ja ein gutes Argument für den Alhambra.

Die Motoren stammen durchweg aus dem VW-Konzernregal. Zwei Benziner und zwei Diesel stehen zur Wahl. Schon der 2,0-l-TSI (TSI steht für Benzindirekteinspritzung) hat mit dem mindestens 1,7 Tonnen schweren Alhambra keine Probleme und ist bei einem Grundpreis von 27 500 Euro mit unter anderem Klimaanlage, Schiebetüren, CD-Radio und sieben Airbags ein faires Angebot.

Sportlicher 200-PS-Benziner

Sportlicher wird es mit dem 200-PS-Benziner, der den Alhambra in 8,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und anschließend auf bis zu 221 km/h treibt – den Grundpreis aber auch auf 34 000 Euro. Allerdings geht der 2,0-l-TSI dann aber auch immer mit dem Doppelkupplungs-Getriebe und dem besseren Ausstattungsniveau an den Verkaufsstart.

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