Twingo - so groß kann ein Kleiner sein
Bild: Renault
Die dritte Twingo-Generation ist kürzer als das bisherige Modell, hat aber einen längeren Radstand und innen mehr Platz. Obwohl sie serienmäßig fünf Türen hat, wurde sie sogar 400 Euro günstiger.
Bild: Renault

 Als der Twingo einst seine ersten Schritte machte, punktete er auf Anhieb mit seinem überaus sympathischen Äußeren, aber auch mit seinen inneren Werten. Bot er doch viel Platz und der damals ersten verschiebbare Rücksitzbank. Und so verkaufte sich der seit 1993 angebotene Renault Twingo in den ersten fünf Jahren bereits über eine Million Mal.

Nummer zwei, gebaut seit 2007, fehlte ganz einfach der Charme der Erstauflage. Jetzt will Renault „alles wieder schicker, besser und smarter machen“. „Smarter“ ist dabei eine interessante Formulierung, wird der neue Twingo doch gemeinsam mit dem ebenfalls neuen Smart Forfour im slowenischen Novo Mesto produziert.

Das Modell: Dritte Generation des seit 1993 produzierten Kleinwagens.

In Maßen: Länge/Breite/Höhe 3,59/1,65/1,56 m, Radstand 2,49 m, Kofferraumvolumen 189 bis 980 l. Benzinmotoren:  (in Klammern Werte der Version mit Start-Stopp-System) SCe 70: 1,0-Liter-Dreizylinder (Sauger), 5-Gang-Getriebe, 71 PS, 91 Nm, 0-100 km/h in 14,5 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 151 km/h, Normverbrauch 4,5 (4,2) l/100 km, CO2-Ausstoß 105 (95) g/km, ab 9590 (10 990) Euro. TCe 90: 0,9-Liter-Dreizylinder-Turbo, 5-Gang-Getriebe, 90 PS, 135 Nm, 10,8 Sekunden, 165 km/h, 4,3 l/100 km, 99 g/km, ab 11 990 Euro. Ausstattungsempfehlung: „Dynamique“ unter anderem mit Heckspoiler, Radio R & Go, elektrischen Fensterhebern vorne, Lenkrad und Fahrersitz höhenverstellbar.

Vom Smart übernimmt der Renault übrigens auch das Heckmotor-Prinzip. Der Twingo ist mit seinen jetzt 3,59 Metern Länge immerhin zehn Zentimeter kürzer als die zweite Generation, bietet aber dank des langen Radstands im Innenraum ein Plus von beachtlichen 33 Zentimetern. Fahrer und Beifahrer nehmen auf straff gepolsterten Sitzen Platz. Die Sitzposition ist aber gewöhnungsbedürftig, da eher stuhlartig. Zwei weitere Insassen sind in Reihe zwei gut untergebracht, finden sie doch ausreichend Knie-, Schulter- und Kopffreiheit vor.

Ein Radio und die Klimaanlage sucht man in der Basisversion vergeblich, findet sie aber in der Sonderausstattung in einem Paket für 1200 Euro. Empfehlenswert ist die nächste Ausstattungsstufe mit dem klangvollen Namen „Dynamique“ (Aufpreis 900 Euro): Die verfügt nämlich über eine Musikanlage mit 2 x 25 Watt sowie eine Bluetooth- und Freisprecheinrichtung.

Im gut verarbeiteten Innenraum sind gleich zwei Multimedia-Systeme im Angebot
Mittels einer Gratis-App lässt sich das Ganze mit dem Smartphone verbinden und dann um die Navigationsfunktion erweitern. Die Federung ist recht straff abgestimmt, die elektrische Servolenkung verrichtet ihre Arbeit in einer gelungenen Mischung aus Feinfühligkeit und Direktheit. 2

400 Euro liegen zwischen den beiden Dreizylindern – der teurere Benziner mit 90 PS aus 0,9 Litern Hubraum ist eindeutig die bessere Wahl. Dank Turbounterstützung sorgt er nämlich für erfreuliche Fahrleistungen. In 10,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 wird er bis zu 165 km/h schnell. Der 1,0-l-Saugmotor mit 71 PS lässt sich auf nur 151 km/h bringen, benötigt zudem immerhin 14,5 Sekunden, um die 100er-Marke zu erreichen.

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Im gut verarbeiteten Innenraum sind gleich zwei Multimedia-Systeme im Angebot